SHE-HULK #38 – Heroic Proportions
(Marvel Comics)
Schon die dritte Double Issue die ich bespreche und diesmal ist der Grund die letzte Ausgabe einer Serie. Tja, es ist wahr: She-Hulk hat ihre letzte Nummer erreicht. Nicht sehr überraschend wie ich finde. Ehrlich gesagt wundert es mich wie sich die grüne Lady überhaupt so lange halten konnte und ich glaube dass sie als Nebencharakter besser geeignet ist als als Protagonistin in einer eigenen Serie. Vielleicht bekommen aber auch die Lady Liberators írgendwann mal ein eigenes Buch. Dann soll sie aber ein jemand wie Joss Whedon schreiben , denn die bisherigen Stories mit den LL enttäuschten mich in Sachen Feminismus total.
Die Lady Liberators finden allerdings auch hier ein Einsatzgebiet. Jennifers Freundin Jazinda – eine Skrullin- wurde von der Regierung gefangen genommen die nun qualvolle Experimente an ihr durchführt. Auch She-Hulk wird Zeuge dieser Folter, doch hat sie Jazinda versprechen müssen dass sie ihre Freundin verleugnet um sich nicht noch mehr in Schwierigkeiten zu bringen.
Man muss weder She-Hulk noch Comic Fan sein um zu Überreißen dass She-Hulk dieses Versprechen im Laufe des Heftes brechen und einschreiten wird. Schade daher, dass so viele Seiten an ihrem „inneren Kampf“ verschwendet wird und um ehrlich zu sein, hätte man die Geschichte auch auf eine normale 32er Issue reduzieren können.
Etwas unfreiwillig komisch wird Peter David als er plötzlich diesen Elephant Man auftauchen lässt. Ähnlich wie die Gauner bei Edgar Wallace, reißt sich dieser plötzlich seinen Forscherkittel runter und wird zum Elefantenmonster. Ich hab keine Ahnung was mit dem passiert ist (oder wer das überhaupt ist) aber es wird angedeutet dass der früher nur mal ne Elefanten Rüstung hatte, hier aber aussieht wie ein Elefanten-Monster. Also für Fans vielleicht doch ein interessanter Moment, mich lässt das aber kalt.
Der Auftritt der Lady Liberators hat vom Ablauf ,wie auch vom Gegner her sehr viel mit dem Kampf gegen den Red Hulk gemeinsam und ich finde auch hier wieder, dass man mehr rausholen hätte können. Das Artwork (Steve Scott / Vicente Cifuentes / Wes Dzioba) geht zwar das ganze Heft lang in Ordnung (ich liebe Susans Schuhe) dafür ist die Story aber mieß. Das heißt, nicht die Dialoge – die bieten am Ende sogar noch einen netten Wortwitz – aber die Handlung an sich ist etwas lahm. Vielleicht wurde Peter David wirklich von der plötzlichen Einstellung seines Heftes überrascht um sich noch was komplexeres zu überlegen.
Wer sich fürs letzte Abenteuer der grünen Hühnin ein spektakuläres Feuerwerk an Kämpfen und flappsigen Dialogen erwartet hat, wird von Peter David leider enttäuscht. Diese Ausgabe wandert knapp am Grad des Mittelmaßes.
2/5

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