Archiv für 10. März 2009

10
Mär
09

Secret Warriors #2

SECRET WARRIORS #2

Dark Reign

(Marvel Comics)



Während die Nummer 1 Nick Fury und seinem Team gewidmet war, behandelt die Nummer 2 die Entwicklung seines Erzfeindes Hydra. Denn nicht nur Fury sondern auch sein Widersacher Baron von Strucker muss sein Team nach einer Skrull Infiltration reorganisieren.


Jonathan Hickman vergisst bei der Neu Zusammenstellung auf kein Detail. So erstattet Struckers Assistentin Ms. Fischer (erster Auftritt) ihrem Chef darüber Bericht dass überraschenderweise gerade die „Good-Will-People“ (Greenpeace etc.) auf ihre Agitation anzusprechen scheinen.

Ein interessanter Gedankengang aber auch verständlich und logisch. Wenn Hydra mit Versprechungen von einer neuen, besseren Welt kommt und dies geschickt anstellt, ist es eigentlich logisch das Menschen die mit den momentanen Umständen unzufrieden sind, sich am ehesten von der radikalen Propaganda angesprochen fühlen. Denn auch Strucker und somit auch Hydra haben einen Wandel weg von den Nazi-Idealen vollzogen. Strucker will keine „Säuberung der Welt“ mehr, sondern sie schlicht und einfach nur beherrschen. In diesem Zusammenhang wäre es natürlich schön gewesen wenn Hickman uns etwas Einblick darin gewährt WIE Hydra neue Agenten anwirbt…


Auch wenn die Agenten neu angeworben wurden, ändert dass nichts daran dass in der Führungsriege noch immer dieselben Leute sitzen wie schon zu alten Zeiten. Kraken, Viper, Madame Hydra und ein Alien der auf den simplen Namen „The Hive“ hört (ebenfalls das erste Mal zusehen). Erinnert irgendwie an diesen Tintenfisch Kapitän aus „Fluch der Karibik“ wodurch er wenigstens optisch in die Runde passt. (Hydra…verstanden?)

Etwas überraschend belebt er aber mit Hilfe der Hand ein totes Mitglied wieder, dass ich aber jetzt der Spannung wegen nicht nennen möchte.


Bei so viel Hydra bleibt nur noch wenig Platz für die eigentlichen Titel-Helden und so reduziert sich der Anteil der Secret Warriors auf ein Gespräch in einem China-Restaurant.

Aber auch diese banale Szene trägt genügend Zündstoff in sich, denn Phobos – der überraschenderweise die Zukunft prophezeien kann – sagt jedem Mitglied seine Entwicklung voraus. Eigentlich beinhalten seine „Visionen“ alle Bausteine die man in einem Standard Drama-Finale erwarten würde. Persönliche Weiterentwickling, Perfektionierung der Kräfte, Rettungsaktion von Schwerverletzten und – tatarata – ne Leiche… Vielleicht sollte das Team also schon jetzt schauen dass sie sich ebenfalls gut mit der Hand verstehen, denn eine Person könnte schon bald ne Wiederbelebung notwendig haben…


Ich finde diesen dramaturgischen Griff etwas schwach. Klar, jeder will jetzt wissen wie und wann die Person stirbt, aber meiner Meinung nach kann eine gute Serie auch ohne solch ein Stilmittel auskommen. Nebenbei,… bei den Young X-Men wurde ebenfalls so gearbeitet und es hielt die Leser trotzdem nicht bei der Stange.


Ansonsten sind die Dialoge gut geschrieben und gerade im chinesischen Restaurant gelingt Hickman ein Glanzstück. Diese Charaktere sind einfach jeder für sich äußerst sympathisch. Nur Stonewall ist noch etwas zu farblos, doch hatte das gesamte Team ohnehin noch viel zu wenig Zeit sich richtig zu präsentieren. (was etwas paradox klingt, wenn man bedenkt dass sie die Titelhelden dieser Serie sind)

Stefano Casellis Artwork gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut und dasselbe gilt auch für Daniele Rudonis Farben.

Ein Rundum hervorragendes Heft bei dem man dranbleiben sollte.


5/5


10
Mär
09

Daredevil #116

Daredevil #116 – The Return of the King
Part 1: On the Costa da Morte
(Marvel Comics)

Ed Brubaker lässt also endlich den Kingpin zurückkehren. Wurde ja auch Zeit, denn ich für meinen Teil habe den Koloss der Unterwelt schon vermisst.
Bevor Mr. Fisk aber sein Ticket nach New York löst, sieht man noch was er die ganze Zeit über in Spanien getrieben hat.
In bester Noir-Tradition gibt der Kingpin dem Leser in Off-Monologen seine Hoffnungen und Ängste frei.

Leider bestätigen sich am Ende die Ängste des Kingpin wobei Lady Bullseye einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet.

Das Heft liest sich äußerst flüssig und Brubaker beweist erneut das er der Richtige für Daredevil ist. Dasselbe gilt auch für David Ajas Artwork. Die beiden haben Daredevil wirklich für sich gewonnen.

Brubaker scheint hier wirklich einen feinen Plan ausgeheckt zu haben. Zumindest habe ich noch keine Ahnung wie Lady Bullseyes Plan B (so bezeichneten sie ja die Reise nach Spanien in der letzten Ausgabe) aussehen mag, denn die logische Konsequenz aus der Geschichte, wäre eigentlich, dass Kingpin und Daredevil sich gegen die Hand verbünden. Und man darf nicht vergessen, dass Master Izo angeblich einen Spion innerhalb der Hand versteckt hat. Alles gute Vorraussetzungen für einen fabelhaften Story-Arc, der auch bestens für Neueinsteiger geeignet ist. Also schnell noch auf den Zug aufspringen sonst verpasst ihr was!

5/5

10
Mär
09

Deadpool #8

DEADPOOL #8 – Magnum Opus

Part 1: All your Base are belong to us!

(Marvel Comics)

Viel hab ich mir vom Thunderbolts / Deadpool Crossover erwartet. Ein totaler Psycho und Killer gegen eine Gruppe von skrupellosen Mördern sollte doch ein Garant für eine irre Actionexplosion deluxe sein.

Leider versaut Daniel Way den Einstieg in dieses Spektakel nach allen Regeln der Kunst. Der einzige Gegner von Deadpool den dieses Heft bietet ist Norman Osborn der den Crimson Comedien mit einigen technischen Spielerein aufhalten will. Die Action ist sehr konfus und besonders beim Kampf im Stiegenhaus mit all den ferngesteuerten Goblin-Gleitern kann ich mir nicht vorstellen wo hier genug Platz für all die Moves sein soll…

Der Focus in dem Heft liegt jedoch ohne Zweifel auf den Gags, die aber auch schon mal besser zündeten. Überhaupt verstehe ich nicht was am Ende des Heftes der Streit mit seiner „inneren Stimme“ soll. Heißt dass das er für kurze Zeit psychisch stabil gewesen ist? Stabil?! Deadpool?!?

Auch die Pool-O-Vision zieht sich viel zu lange und dass sie in diesem Fall sogar „auf Wunsch“ kommt, macht den Gag nur mehr halb so witzig.

Ich bin schwer enttäuscht. Statt den Robotern hätte man ihm z.b. ruhig mal einige Hammer Agenten als Kanonen Futter lassen können. Man das ist ein P.A. Heft da kann’s auch mal ein bisschen Kollateralschaden geben.

Als Cliffhanger kommen dann endlich die Thunderbolts ins Spiel und obwohl diese Ausgabe so mies über die Runden ging, habe ich Hoffnung das Andy Diggle in seiner Thunderbolts Reihe dem Crossover den nötigen Kickstart gibt und die Story dann richtig los geht.

2/5

10
Mär
09

Batman: Cacophony #3

BATMAN: CACOPHONY #3
Part 3: Baffles
(DC Comics)

Das Finale von Kevin Smiths Mini-Serie überrascht mit einer interessanten Wendung im Story Writing. Nachdem die letzte Ausgabe mit einem Aufeinandertreffen der 3 Gegner endete, dachte ich eigentlich dass diese letzte Ausgabe zu einem gigantischen Action-Spektakel verkommen würde. Denkste! Kevin Smith bringt nach einem Drittel des Heftes einen unerwarteten Twist wo ich mir wirklich nur dachte „Was zum Teufel geht denn hier ab?“
Es ist interessant dass Onomatopoeia den Joker offensichtlich ebenfalls für so schwach hält, dass er ihn lieber zurücklässt als mit sich mit ihm zu einem Team zusammenzuschließen. Smith spannt damit auch einen guten Bogen zurück zur Nummer 2. Ich mag das sehr wenn die einzelnen Hefte inneinander verkeilt sind. Das selbe gilt auch für Batmans Verwendung von Deadshots Technik aus der ersten Ausgabe. Witzig ist dabei auch Batmans ärgerliche Anmerkung, dass er es eigentlich hasst sich etwas von „denen“ abzuschauen.
..

Der anschließende Dialog mit James Gordon ist phantastisch getroffen und Gordon spricht all dies aus was man sich beim Lesen des Heftes denkt und Batman wohl am Liebsten selbst sagen würde. Leider stört mich Walt Flanagans Artwork wieder enorm. Gordon sieht auf einem Panel so aus als hätte er sich Bart und Brille beim Kostümverleih ausgeborgt und seine hohen Wangenknochen verleihen ihm sogar noch einen femininen Touch. Von konstanten Zeichnungen ist Flanagan also auch in dieser Ausgabe noch meilenweit entfernt.

Der Rest des Heftes besticht durch einen sagenhaft brillanten Dialog zwischen Batman und einem medikamentös ruhig gestellten Joker, der die Beziehung zwischen den beiden erneut erklärt und vertieft. Kann mir vorstellen dass es ähnliche Dialoge in der jahrzehntenlange Geschichte der Beiden schon einmal gegeben hat, aber dies ist der erste den ich in dieser Form lese und ich bin schlichtweg begeistert. Batman tat mir nach diesem Dialog wirklich leid und vielleicht sind manche Fans auch etwas enttäuscht von dieser „sensiblen“ Seite des dunklen Ritters. Mir hat’s aber auf jeden Fall gefallen. Auch wie der Joker zwischen Ernst, Wahnsinn und Humor pendelt bringt Smith mit seinen Worten ideal rüber. Alles perfekt in dieser Geschichte.
Auch das Artwork in dieser Szene geht in Ordnung auch wenn sich die Dichte von Jokers Bart (genial!) bei manchen Panels zu ändern scheint. Flanagan eben… Doch die Blicke und Augen hat Flanagan gut hinbekommen. Nur die Zähne die man bei seinen Chars ständig zu sehen bekommt nerven mich nach wie vor.

Zum Abschluss überrascht uns Kevin Smith abermals in dem er den Lesern einen Einblick in Onomatopoeias Privatleben gibt. Besonders Batmans Off-Monolog dessen Fragen sich eigentlich auf den Joker beziehen, passt perfekt und abermals schreibt Smith jene Gedanken nieder, die auch ich mir schon öfters zu so manchen Schurken gemacht habe.
Ich liebe diesen Moment in dem Onomatopoeia nach Hause kommt, mit seiner Familie plaudert und seine Rechnungen kontrolliert. Wirklich toll gemacht.

Es ist schon interessant. Nach den ersten beiden Stories dachte ich dass Kevin Smith die Serie nur verwendet um seine eigene Figur, eben Onomatopoeia, zu pushen, doch dann spielt gerade Dieser im Finale nur eine untergeordnete Rolle und Smith überlässt die Bühne ganz alleine Batman und seinem Erzfeind.

Cacophony war ein verdammt interessanter Dreiteiler der sich einen besseren Zeichner verdient hätte. Eigentlich sollte ich auf Grund der Zeichnungen nur 4 Punkte geben, aber Kevin Smiths Artwork macht das alles wieder wett, so das ich mal nicht so streng sein möchte. Und Farben (Guy Major) + Inks (Sandra Hope) haben ja auch immer gepasst…

5/5

10
Mär
09

Black Panther #2

BLACK PANTHER #2

The deadliest of the Species, Part 2

(Marvel Comics)

Sind die Comics die ich mir diese Woche geleistet habe wirklich zum größten Teil unterdurchschnittlich oder bin ich einfach zu pingelig geworden? Auf jeden Fall liegt mir mit Black Panther #2 wieder eine Ausgabe vor mir, von der ich mir wesentlich mehr erwartet hätte als ich dann zu lesen bekam…

Die Suche nach der Pantherin geht weiter. Wie erwartet lehnt Storm diese Ehre (vorerst) ab und empfiehlt T’Challas Schwester Shuri. Doch auch da tun sich unerwartete Blockaden auf.

Der Kampf von T’Challa gegen Doom, der den zweiten Teil des Heftes ausmacht geht in Ordnung, auch wenn mir die zeichnerische Umsetzung von Ken Lashley nicht so richtig gefallen mag. Die Perspektive ist zu knapp am Geschehen und Paul Mounts Farben lassen die Protagonisten zu sehr mit dem Hintergrund verschmelzen.

Schade eigentlich, den Action gäbe es genug. Diese Dora Milaje sind schon coole Kämpferinnen…

Wenigstens bringt Reginald Hui am Ende mit dem Lions Cult noch eine weitere Partei ins Spiel. Mal sehen ob die für mehr Spannung und sorgt, den bis jetzt ist mir die Geschichte noch zu simpel aufgebaut.Ich hätte mir hier ein Intrigen und Kleinkriege rund um die Krone erwartet doch stattdessen scheint die Nachfolge bis jetzt einen sehr geregelten Verlauf zu nehmen und scheitert nur an dem privaten Stolz einiger Entscheidungsträger.

Kann aber auch sein das die Queen Mother noch für mehr Wirbel sorgt. Ihr Blick wirkt immer despotischer und dass sie mit Ororos Entscheidungen nicht einverstanden ist, wird dem Leser auch schnell klargemacht.

Die Serie hat durchaus Potential, es ist nur die Frage ob Reginald Hui dieses auch zu nutzen versteht. Und auch wenn es sicherlich schlechtere Leute gibt, würde ich mir auch ein verändertes Art-Team wünschen. Vielleicht klappt’s dann endlich auch mal mit dem Panther.

2/5

10
Mär
09

Gotham Gazette #1

GOTHAM GAZETTE #1 – Battle for the Cowl
Batman dead?
(DC Comics)

Das ist schnell besprochen. Mit der Gotham Gazette hat DC einen Titel gestartet der all die Nebencharaktere aufgreift und wie diese mit Batmans verschwinden umgehen. Aufgezählt handelt es sich dabei im ersten Heft um Vicky Vale, Harvey Bullock, Stephanie Brown aka Spoiler und Leslie Thompkins.

Vom Inhalt her finde ich all diese Stories von Fabian Nicieza mittelmäßig geschrieben und bei einigen sogar unnötig dass sie hier in diesem Heft Platz finden (Spoiler) Ich verstehe auch nicht ganz wie Bruce Wayne die Geschichte mit Vicky Vale gemeistert haben soll…

NaJa, auch wenn das Heft vom Artwork ganz gut gelungen ist (jede Story ein anderer Zeichner) und es für Batman Fans interessant sein könnte, hat es mich wirklich kalt gelassen und wird bei mir unter „Fehlkauf“ eingeordnet. Bin aber auch kein Fan davon, dass man mehr als 2 Geschichten in ein Heft presst. Da geht immer viel an Substanz verloren…

1/5

10
Mär
09

Dynamo 5 #0

DYNAMO 5 #0

(Image Comics)



Eine 99 Cent Ausgabe die ptentielle Käufer auf Dynamo 5 aufmerksam machen soll. War das Heft die 99 Cent wert. Ja! Wird ich mir weitere Hefte der Dynamo 5 kaufen: Nein.


Meiner Meinung nach hat Image die falsche Story für ne Anfix-Nummer verwendet. Das Heft bietet nur einen Kampf gegen einen Typen der einen „Kraft-Anzug“ trägt und einen 2-seitigen Text der die bisherige Geschichte der Dynamo 5 (Kinder von Captain Dynamo) zusammenfasst. Letzteres ist zwar äußerst hilfreich für Einsteiger, doch nimmt es der eigentlichen Story an Platz weg. Ich finde solche Geschichten aber generell unnötig da man sich so etwas – sollte man wirklich Interesse an der Story haben – jederzeit im Internet suchen kann.



Der Kampf ist meiner Meinung nach verfehlt gestaltet. Die Kräfte der einzelnen Mitglieder werden nicht optimal gezeigt und auch die Dialoge (Jay Faerber) bieten keine wertvollen Informationen über das Team. Das ganze liest sich wie ein altes Marvel Comic aus den 80igern.

Auch ein anderer Gegner hätte dem Heft einen Push nach vorne verschaffen können, denn der Typ im Anzug ist ein C-Gegner der weder visuell (Mahmud Asrar) noch durch seine Fähigkeiten (der Spandex Anzug macht ihn einfach stark) auftrumpfen kann.


Das 99 Cent Projekt ist schon was feines, aber dann sollte auch das Heft dazu das passende sein…



1/5


10
Mär
09

Bad Dog #1

BAD DOG #1
Old Monster, new Tricks
(Image Comics)

Ich bin froh, dass ich das Heft noch bekommen hab. Hab es blöderweise nach der Erscheinung vergessen mitzunehmen und dann aber ne Woche später noch ein letztes Exemplar ergattern können.

In dieser neuen Serie von Joe Kelly geht es um den Werwolf Lou, der seine Verwandlungen aber unter Kontrolle hat und es vorzieht in seiner Wolf-Gestalt zu verbleiben. Zusammen mit seinem Partner Wendell (der etwas stark an den Clown aus Spawn erinnert) arbeitet er in Arizona als schlecht bezahlter Kopfgeldjäger für eine Ms. Chica.

Das sind auch schon die wesentlichen Eckdaten die man über das Heft haben muss und mehr Handlung bietet das erste Heft eigentlich auch nicht. Dieses Heft dient mehr dazu den Leser einmal in die verrückte Welt von Lou und Wendell einzuführen. Zum Beispiel bewahren die Beiden im Kühlschrank ihrer Wohnung einen abgetrennten Kopf auf der aber noch immer zu leben scheint und sogar mit ihnen spricht. (zb. das die Milch abgelaufen ist).

Schuld daran dass hier Story-mäßig nix weitergeht ist, dass die meisten Charaktere mit denen Lou verkehrt nichts mit der Story zu tun haben, sondern Kelly lediglich dazu dienen kuriose und äußerst witzige Dialoge einzubauen. Genau daraus bezieht dieses Heft aber auch seine Kraft, denn die Texte sind derart schlagfertig und teils auch zynisch geschrieben dass sie mich mehrmals laut auflachen ließen.

Als ich das Cover das erste Mal gesehen hab, befürchtete ich eigentlich das Schlimmste. Ich dachte das beharrte Ding sollte einen bebrillten Bären darstellen. Zum Glück ließ ich mich aber nicht davon abschrecken, denn im Heft leistet Diego Greco eine bemerkenswerte Arbeit. Lou wirkt wirklich immer cool und obwohl er ein Wolf ist, kann Greco mehr Emotion in sein Gesicht zaubern als so manch anderer Profi in die eines Menschen. (Wie sagt Lou im Heft richtig: „Don’t judge a book by its cover“).

Dieses Comic hat mich nicht bloß überrascht sondern wirklich begeistert! Eine richtige Perle die man einfach gelesen haben muss! ABSOLUTE KAUFPFLICHT!!!!!!!

5/5

10
Mär
09

Youngblood #8

YOUNGBLOOD #8

(Image Comics)



HaHa. Das ist auch wieder so ne Ausgabe die ich nur habe, weil ich zu Spontan-Käufen neige… Hab gehört, dass mit Youngblood #8 Rob Liefeld wieder zu seiner Serie zurückkehrt und als mich dann noch Obama vom Cover aus anlachte, wurde ich schwach und griff entgegen meinen eigentlichen Plänen zu…


Tja, wie sich herausstellte war das nur ein „Fake“ denn wie Obamas erster Auftritt bei Spidey ist Obama hier ebenfalls nur mit einer kurzen Story reingezwängt worden. Hier werden ihm die neuen Youngblood – sprich Liefelds Youngblood – vorgestellt. Ich glaub dass man dieses Line-Up als interessanten Mix aus alten wie auch neueren Charakteren bezeichnen kann und somit sind meine Erwartungen an die zukünftigen Youngblood durchaus positiv gestimmt.


Erst wenn man das Heft umdreht und die Hauptgeschichte liest, werden einem aber erste Fehler klar. Zum Beispiel ist Badrock hier schrecklich zugerichtet und im wahrsten Sinne des Wortes gebrochen, während er aber Obama in bester Gesundheit als neues Mitglied präsentiert wird. Mit so einem Widerspruch zerstört Liefeld die Dramatik die Casey mit seiner Story aufgebaut hat.


Mir ist auch nicht klar wann Liefeld jetzt mit seiner Geschichte und seinem Team anschließt. Kann ja nicht die nächste sein, da es dem Cliffhanger dieser Ausgabe nach zu urteilen, nicht so aussieht als ob der Story Arc von Casey so bald endet.

Zu der eigentlichen Story kann ich (wie auch schon bei Blue Beetle) nicht viel sagen, weil ich mir ja eigentlich einen neuen Story Arc erwartet habe und nicht wusste dass ich hier direkt in einem bestehenden reinplatze.


Der Comic zeigt sich aber sehr actionlastig (der Großteil des Teams ist die meiste Zeit in einem Kampf verwickelt) und bringt mit einer „Reise durch die Fernsehkanäle“ auch Gastauftritte einiger Showstars (Moderator von „Deal or no deal“, Michael Richards aka Cosmo Kramer und Oprah Winfrey) mit ein.

Was soll ich noch viel dazu sagen? Ich finde das „alte Team“ weder zeichnerisch noch vom Text her besonders prickelnd. Der Kampf ist unspannend choreographiert und die manche Dialoge ziehen sich zu lange durch das Heft. Auch die Geschichte mit dem Fernsehr finde ich mehr albern als witzig. Ich hoffe mit Liefeld am Ruder bekommt die Serie wieder etwas auftrieb.


1/5

10
Mär
09

No Hero #4

NO HERO #4
How much do you want to be a Super-Hero?
(Avatar Press)

Meine Güte! Was für ein verdammtes Papier oder Färbeverfahren verwendet Avatar Presse eigentlich, dass ihre Comics immer so bestialisch nach Chemie stinken?
Ich glaub das ist der einzige Grund er für die schnelle Einführung von Digital-Comics sprechen würde…

Egal, mit No Hero #4 gibt es eine neue Ausgabe von Warren Ellis zu bestaunen und wie bei allen seinen Arbeiten ist auch diese wieder äußerst strange und düster gehalten.
Ich hab die vorigen Hefte noch nicht gelesen doch findet man auch als Neueinsteiger schnell in die Geschichte hinein (und schon dafür gibts Bonus Punkte!)

Die Serie behandelt die Geschichte Josh, der mit allen Mitteln ein Super-Held werden will.
Zwar bekommt er die heiß ersehnten Superkräfte, doch musste der Junge einen hohen Preis dafür zahlen. Trotz des entstellten Äußeren ihres Schützlings präsentieren die „Macher“ von Josh ihn der Öffentlichkeit, wobei es zu einem schrecklichen Eklat kommt…

Warren Ellis zeigt hier abermals seinen Sinn für makabre Stories und Situationen (es ist wohl z.b. ein Muss dass zu Josh Entstellungen auch ein fehlender Schwanz gehört…) Zeichner Juan Jose Ryp stellt für Ellis einen kongenialen Partner in Crime dar. Schon während Black Summer schätzte ich die detaillierte Arbeit von Ryp und auch hier zeigt er wieder mal was so alles in einem menschlichen Schädel enthalten ist.

Die Story, wie auch die Zeichnungen, wissen zu gefallen und auch wenn ich nicht vorhabe mir die fehlenden Hefte nachzukaufen, werde ich sicherlich zum Trade greifen sobald dieser erhältlich ist.

4/5




Newsletter Service

Tragt eure E-Mail Adresse hier ein und erhaltet jeden neuen Artikel als E-Mail!

Breaking News

4stats Webseiten Statistik + Counter