SECRET WARRIORS #2
Dark Reign
(Marvel Comics)
Während die Nummer 1 Nick Fury und seinem Team gewidmet war, behandelt die Nummer 2 die Entwicklung seines Erzfeindes Hydra. Denn nicht nur Fury sondern auch sein Widersacher Baron von Strucker muss sein Team nach einer Skrull Infiltration reorganisieren.
Jonathan Hickman vergisst bei der Neu Zusammenstellung auf kein Detail. So erstattet Struckers Assistentin Ms. Fischer (erster Auftritt) ihrem Chef darüber Bericht dass überraschenderweise gerade die „Good-Will-People“ (Greenpeace etc.) auf ihre Agitation anzusprechen scheinen.
Ein interessanter Gedankengang aber auch verständlich und logisch. Wenn Hydra mit Versprechungen von einer neuen, besseren Welt kommt und dies geschickt anstellt, ist es eigentlich logisch das Menschen die mit den momentanen Umständen unzufrieden sind, sich am ehesten von der radikalen Propaganda angesprochen fühlen. Denn auch Strucker und somit auch Hydra haben einen Wandel weg von den Nazi-Idealen vollzogen. Strucker will keine „Säuberung der Welt“ mehr, sondern sie schlicht und einfach nur beherrschen. In diesem Zusammenhang wäre es natürlich schön gewesen wenn Hickman uns etwas Einblick darin gewährt WIE Hydra neue Agenten anwirbt…
Auch wenn die Agenten neu angeworben wurden, ändert dass nichts daran dass in der Führungsriege noch immer dieselben Leute sitzen wie schon zu alten Zeiten. Kraken, Viper, Madame Hydra und ein Alien der auf den simplen Namen „The Hive“ hört (ebenfalls das erste Mal zusehen). Erinnert irgendwie an diesen Tintenfisch Kapitän aus „Fluch der Karibik“ wodurch er wenigstens optisch in die Runde passt. (Hydra…verstanden?)
Etwas überraschend belebt er aber mit Hilfe der Hand ein totes Mitglied wieder, dass ich aber jetzt der Spannung wegen nicht nennen möchte.
Bei so viel Hydra bleibt nur noch wenig Platz für die eigentlichen Titel-Helden und so reduziert sich der Anteil der Secret Warriors auf ein Gespräch in einem China-Restaurant.
Aber auch diese banale Szene trägt genügend Zündstoff in sich, denn Phobos – der überraschenderweise die Zukunft prophezeien kann – sagt jedem Mitglied seine Entwicklung voraus. Eigentlich beinhalten seine „Visionen“ alle Bausteine die man in einem Standard Drama-Finale erwarten würde. Persönliche Weiterentwickling, Perfektionierung der Kräfte, Rettungsaktion von Schwerverletzten und – tatarata – ne Leiche… Vielleicht sollte das Team also schon jetzt schauen dass sie sich ebenfalls gut mit der Hand verstehen, denn eine Person könnte schon bald ne Wiederbelebung notwendig haben…
Ich finde diesen dramaturgischen Griff etwas schwach. Klar, jeder will jetzt wissen wie und wann die Person stirbt, aber meiner Meinung nach kann eine gute Serie auch ohne solch ein Stilmittel auskommen. Nebenbei,… bei den Young X-Men wurde ebenfalls so gearbeitet und es hielt die Leser trotzdem nicht bei der Stange.
Ansonsten sind die Dialoge gut geschrieben und gerade im chinesischen Restaurant gelingt Hickman ein Glanzstück. Diese Charaktere sind einfach jeder für sich äußerst sympathisch. Nur Stonewall ist noch etwas zu farblos, doch hatte das gesamte Team ohnehin noch viel zu wenig Zeit sich richtig zu präsentieren. (was etwas paradox klingt, wenn man bedenkt dass sie die Titelhelden dieser Serie sind)
Stefano Casellis Artwork gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut und dasselbe gilt auch für Daniele Rudonis Farben.
Ein Rundum hervorragendes Heft bei dem man dranbleiben sollte.
5/5










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