Archiv für 9. April 2009

09
Apr
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Jonah Hex #42

Schon eeeewig lang keinen Jonah Hex Titel mehr gelesen. Palmiottis Western-Held hat mir zwar immer gefallen, aber irgendwie hab ich über die Zeit anscheinend auf ihn vergessen. Zu Unrecht wie ich sagen muss, denn auch die Nummer 42 hat nichts von der Faszination der älteren Ausgaben verloren.


Jonah Hex wird in seine Heimatstadt gelockt wo ihn 3 Revolverhelden des Ruhmes wegen töten wollen. Mitten im Stand-Off (bei dem Jonah neben der 1:3 Aufstellung noch ein anderes Handicap „angekettet“ bekommen hat) erinnert er sich an seine Kindheit zurück und wie ihn damals sein Vater mit aller Gewalt dazu erzog, ja keine „Daisy“ zu werden.


Ein Hammer-Heft da der Vater einerseits ein wirkliches Arschloch ist (wie hat der ungehobelte Säufer eigentlich diese schöne Frau bekommen?) doch andererseits auch „väterliche“ Momente zeigt. So schreckt er nicht davor zurück ein paar Bullys die Jonah verprügeln ebenfalls eine reinzuhauen und so seinen Sohn vor weiteren Balgereien zu schützen. Auch der Moment in dem er Jonah sein Bier anbietet (in das Jonah vorher unbemerkt aus Rache reingepisst hat) hat etwas „freundliches“ doch im Großen und Ganzen bleibt Woodson Hex ein wirklich brutaler Scheißkerl, der kein Mitleid kennt wenn es um männliche Erziehung geht und auch seine Frau verprügelt wenn sie „ihren Platz nicht kennt“ und sich in die Erziehung seines Sohnes einmischt…


Grandios finde ich das Ende als Jonah nach seinem Sieg die Stadt verlässt. Sein Vater – er und Jonah erkennen sich nicht mehr – beobachtete die Szene und ist sichtlich beeindruckt von Jonah.


Es kommt nicht hundertprozentig raus wie Jonah zu den „Werten“ seines Vaters steht, doch die Szene in der er zusammen mit seinem Vater eine Schlägerei verfolgt lässt mich darauf schließen dass er sich (in Gegensatz zu seinem Vater) im Grunde genommen von übermäßiger Gewalt abgestoßen fühlt bzw. die altruistische Natur seiner Mutter geerbt hat.

Da er aber dennoch die Auge um Auge und Zahn um Zahn Methodik seines Vaters angenommen hat, scheint dieser am Ende den jungen Jonah doch nach seinem Willen geformt zu habe, ob es Jonah nun will oder nicht…


Ein fabelhaftes Heft und da die meisten Jonah Hex Hefte noch immer Stand-Alone-Issues sind, rate ich Jedem dieses Heft mal anzutesten. Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen.


5/5

09
Apr
09

Amazing Spider-Man #590

Einige Zeit vor dem Brand New Day reiste Spider-Man – zu dieser Zeit der ganzen Welt als Peter Parker bekannt – zusammen mit den Fantastic Four in das „Macroverse“ wo sie 2 der Bewohner dieser „antiken“ Welt vor einem Überfall bewahren.

Jahre später werden sie von den Bewohnern des Macroversums erneut gerufen, doch da die zweite Reise nach dem Brand New Day liegt (ist der wirklich schon Jahre her?) fällt den Fantastic Four auf dass sie bezüglich Spider-Man einige seltsame „Gedächtnislücken“ zu haben scheinen…

Mir gefällt es gut wie Dan Slott in dieser Story einige offene BND-Fragen neue aufwirft und einarbeitet. Johnny Storm zeigt sich trotz seiner engen Freundschaft zu Spider-Man als Hitzkopf und wie er ihn schließlich zwingt die Maske runterzureißen, hat das trotz der aufgeladenen Stimmung doch etwas Slapstick-mäßiges. (obwohl ich nicht glaube dass er sich enttarnt hat – wird sicher noch schnell ein Netz um sein Gesicht geschossen haben oder ähnliches)

Das Macroversum an sich finde ich nicht so genial doch nutzt Dan Slott es geschickt um nette kleine Dinge einzubauen. Da wäre zu einem dass Johnnys Flamme hier auf Grund der Atmosphäre blau brennt. Eigentlich nur ein kleiner Kniff, der aber die Welt gleich noch etwas fremdartiger erscheinen lässt.
Auch das Science-Geek Gespräch zwischen Reed und Peter finde ich fantastisch, da der Wissenschafter in Peter Parker in den letzten Heften nur spärlich bedient wurde.
Den Star Trek Verweis finde ich ebenfalls witzig und verleiht Reed einen weiteren Geek-Einschlag der passt und ihn sympathisch macht.

Auch die Hintergrund-Story wird in kurzen Szenen weitergetrieben. So wird Martin Li aka Mr. Negativ als neuer Bürgermeister von New York ins Spiel gebracht, Spider-Man wird erstmals damit konfrontiert dass ihn der Dark Reign doch mehr trifft als erwartet (brillante Szene) und auch seine Freunde, allen voran Harry, fallen in ein Tief.

Ein sehr cool geschriebenes Heft das von Barry Kitson treffend gezeichnet wurde. Auch wenn es keine großen Action-Szenen gibt, eröffnet dieses Heft wieder genügend Handlungsstränge die Amazing Spider-Man für längere Zeit zu einem Pflicht Titel machen werden.

3/5
09
Apr
09

Secret Warriors #3


Nicht nur der Secret Warriors Hitzkopf J.T. aka Hellfire ist der Meinung dass langsam etwas Action her muss und so liefert Jonathan Hickman mit der Nummer 3 auch endlich mal ne richtige Fighting Scene.

Diese ist jedoch äußerst kurz und findet ein desaströses Ende für die Kiddies, bei dem ich wirklich sagen muss, dass ich das so niemals erwartet hätte. Ich hab da echt 2 Mal hinsehen müssen um sicher zu gehen dass Yo-Yo wirklich derart hart von Gorgon (taffer Auftritt – alleine gegen das ganze Team) getroffen wurde.

Jetzt verstehe ich auch warum Hickman in der Debut Nummer nur das persönliche Tagebuch von Yo-Yo abgedruckt hat, wodurch der Leser eine „engere Bindung“ zu dem Charakter bekommen hat und nun natürlich doppelt mitfühlt. Wenn ich mich richtig erinnere ist auch eine von Phobos Prophezeiung aus der letzten Nummer dadurch bewahrheitet worden. Spätestens dann sollte sich Hellfire langsam Sorgen machen…


Um gleich bei Phobos zu bleiben. Der hat in diesem Heft auch einen großen Moment in dem er versucht Gorgon Angst einzujagen, der sich aber wiederum nach seiner Wiederbelebung vor gar nichts mehr zu fürchten scheint. Das erinnert frappant an die WWH-Szene in der Trauma das selbe mit dem Hulk versucht und ebenfalls scheitert da er sich dieser zu jener Zeit vor nichts mehr gefürchtet hat. Es ist schon gut wenn starke Helden nicht, ständig als Joker rausgeholt werden können, doch wenn es bei Phobos und Trauma immer der selbe Schmäh ist der ihre Kräfte blockt (weil es manchmal eben keine andere Möglichkeit gibt diese Kräfte auszuschalten), schwächt den Schock, dass den Gegner nichts mehr ängstigt mit jeder Verwendung mehr.



Etwas seltsam kam mir auch Nick Furys geheimes Krankenhaus vor. Was sind das für 3 Typen mit den Roboter Masken? Oder sind das ihre echten Köpfe? Sehr freaky…


Nick Fury ist derweil damit beschäftigt seine alten Freunde zu kontaktieren, wobei er die meiste Zeit in Contessa Allegra de Fontaine investiert zu der er sich auch gleich zum Dinner trifft. Ich mag die Szene in der er Nicky Allegras Zusage zum Rendezvous per SMS bekommt. Auch wenn ich finde das sie zeichnerisch (Stefano Caselli) besser umgesetzt werden hätte können. Ich finde auch Hickmans Kniff gut, dass man zuerst nur die kodierte SMS sieht und erst etwas später bei den Credits erfährt was Allegra zurück geschrieben hat.


Während des Dates (das Waffen zücken finde ich etwas dick aufgetragen) wie auch kurz bevor er Dum Dum kontaktiert, kommt mir vor dass Fury nicht mehr so überzeugt von sich und seinen Entscheidungen zu sein scheint. Mag sein dass dies nur mein Wunschempfinden ist, aber mir kommt vor, dass ihn der Hydra/Shield Twist auch charakterlich verändert hat.

Während der Einsatzbesprechung zu Beginn des Heftes bekommt man endlich ein paar Informationen über die 3 neuen, führenden Hydra Mitglieder. Ich mag die neuen „Bösen“ und finde auch gut wie sie Hickman die Infos nur langsam, und größtenteils nur über Vermutungen ins Spiel bringt.


Insgesamt hält das Heft das hohe Niveau der vorhergehenden Ausgaben, doch beinhaltet auch schon einige Passagen die sich etwas ziehen. Besonders auffällig sind die „stummen“ und wortkargen Panels die zwar passen aber für meine Geschmack zu massiv eingesetzt werden.

Trotzdem bleibt diese Serie einer der vielversprechendsten Neustarts.


4/5

09
Apr
09

Invincible Iron Man #12

Nachdem Iron Man am Ende des letzten Heftes in das Rote Meer gefallen ist, nutzte Norman Osborn erneut seine Cabal Connection und rief Namor zur Hilfe der das Problem lösen sollte.

Ich wusste bei der letzten Ausgabe nicht dass Namor und Tony Stark ne Fehde haben, hab aber jetzt wo gelesen dass Namor schon mal Tonys Extremis Rüstung zu Schrott geschlagen hat.
Da wundert es mich wie schwer er es diesmal mit Iron Mans alter Rüstung hat und sich im Endeffekt sogar von einer leck geschossenen Öl-Leitung so sehr ablenken lässt (oder sogar geschwächt wird?), dass Tony ihn mit dieser Old-School Ritter-Rüstung überwältigen kann.
Das ist für mich nicht sehr plausibel und wie Tony auch noch genügend Zeit findet danach die Rüstung erneut zu wechseln ist mir überhaupt ein Rätsel.

Auch die Maria Hill Story erscheint mir etwas seltsam. Der Typ der am Ende des letzten Heftes zu sehen war ist offensichtlich als Controller bekannt (verdammt, ich sollte mich wirklich mal mehr mit Iron Man beschäftigen) der mittels Kontrollscheiben die Arbeiter der Futurepharm unter seine Kontrolle brachte und diese nun auf Maria Hill hetzt. Die Szene wirkt wie ein futuristischer Zombie-Film und bringt (nicht zuletzt wegen der blutroten Einfärbung) die Horror-Stimmung wirklich auf den Punkt. Nicht mal bei Walking Dead wurde in so wenigen Szenen ein solch bedrohliches Horror Szenario erwirkt. Für mich sicherlich der Höhepunkt der Ausgabe.
Ich weiß aber nicht warum Maria Hill nicht einfach zur Waffe greift und den Controller erschießt. Gehen seine „Zombies“, wenn er während der Verbindung stirbt, ebenfalls drauf? Einen anderen Grund kann ich mir für die Passivität der sonst sehr schlauen Maria Hill nicht vorstellen.

Dafür bin ich mit der dritten Geschichte rund um Pepper Potts durchgehend einverstanden. Ich liebe die Szene in der sie das Flugzeug rettet und besonders die Idee das sie mit dem „Jarvis“ in ihrer Rüstung einen Ansprechpartner hat, gefällt mir äußerst gut. Ok, das mit der rein-defensiven Rüstung finde ich etwas schwach, aber mal sehen wie sich das in Zukunft entwickelt und wie sie diese Waffen dann wirklich einsetzen kann.
In diesem Strang des Heftes liefert Matt Fraction auch wieder eine coole Norman Osborn Szene. Wie schon in den letzten Ausgaben zeigt er auch diesmal keine Skrupel wenn es um seine Feinde geht und ist sogar dazu bereit einfache Touristen zu für seine Zwecke zu gefährden. Ich verstehe allerdings nicht warum er glaubt dass dem Hood seine D-List Pfeifen Iron Man kleinkrigen könnten, nachdem sogar der Sub-Mariner innerhalb seines Elements an ihm gescheitert ist…

Auch wenn ich nicht im allgemeinen Matt-Fraction Lobgesang einstimmen kann, ist dies doch eine gute Ausgabe in der viel passiert und keine Durchhänger hat.

3/5
09
Apr
09

Deadpool #9

Ich weiß nicht was ich von Daniel Way halten soll, denn seine Serie liest sich wie eine einzige Achterbahnfahrt. Es gibt nur höllisch verschriebene oder äußerst witzige Ausgaben aber von einer konstant guten Leistung ist Daniel Way immer meilenweit entfernt.

Das letzte Heft war mit Osborns Dronen Attacke zb. einfach nur mies und bekam in praktisch jedem Blog oder Podcast derart vernichtende Reviews dass es nur so krachte. Mit der aktuellen Ausgabe legt er aber wieder ein witziges Heft vor, dass zwar noch immer Lichtjahre von fabelhaften Story-Writing und High-Concept Entwürfen entfernt ist, aber in der Deadpool immerhin wieder so herumblödeln kann dass er mich mehrmals schmunzeln lässt. Und mehr erwarte ich ja schon gar nicht mehr.

Zugegeben, ich fand den Cliffhanger der letzten Thunderbolts-Ausgabe – Deadpool beginnt anstatt Black Widow zu töten einen Flirt – katastrophal schlecht, aber wie er in dieser Ausgabe probiert einerseits seine neue Traumfrau zu beeindrucken, aber auch gleichzeitig ihr Team lahm zulegen, ist einfach nur höllisch komisch.

Ich finde auch dass der Taskmaster, der Deadpool bei seinen Plänen unterstützt, witzig geschrieben ist, auch wenn er wahrscheinlich etwas außer Charakter wirkt. Zumindest hab ich ihn von der Initiative und den alten Deadpool Ausgaben doch etwas ernster in Erinnerung.

Es gibt in diesem Comic mehrere Momente die ich einfach nur liebe. Angefangen von der tollkühnen Idee mit dem Nachrichten-Flugzeug und der darauf folgenden Szene in der sich beide Teams gegenseitig orten und auch Deadpools dreiste und doch gleichzeitig schüchtern-unsichere Art mit der er versucht Black Widows Herz zu erobern.

Ich finde das auch Black Widow hier wahnsinnig gut geschrieben wurde, da man nie sagen kann ob sie sich jetzt wirklich für Deadpool zu interessieren beginnt oder ihn doch nur eiskalt in eine Falle lockt.

Paco Medinas Artwork, aber auch das des restlichen Teams gefällt mir sehr gut und passt fabelhaft zur Handlung.

Es ist wirklich nicht so dass Way hier eine erzählerische Meisterleistung oder rasante Twists eingebaut hätte. Auch wird Deadpool für viele nicht gefährlich und tödlich genug rüberkommen, aber mich hat das Heft durch seine witzige Dialoge und Ideen wie auch durch Deadpools Guerilla Taktik (zuschlagen und schnell verschwinden) die keine Zeit für Ruhepausen lässt, restlos überzeugt.

Leider bin ich mir sicher dass nach so einem Höhepunkt bei Way wieder ein tiefer Fall bevorsteht. Vielleicht sollte ich das nächste Heft mal auslassen ;-)

5/5

09
Apr
09

Cable #13

Meine Güte! Ich bin entsetzt wie schlecht dieses Heft ist!!! Der Crossover One-Shot hat derart gut ins Abenteuer gestartet, dass ich schon vermutete das Messiah War sogar Messiah Complex toppen könnte, aber Duane Swierczynskie lässt mich in diesem Heft so vieles vermissen, dass ich schon das Gefühl hatte eine Ausgabe verpasst zu haben.


Es beginnt schon mit der ersten Seite. Im Cliffhanger des One-Shots standen Cable, Wolverine, Warpath, Hope und X-23 an einer Klippe und starrten auf Ex-Westchester, das nun als Celestial City bekannt ist und Stryve (oder doch Apocalypse? – wenn schon sein Schiff unten steht…) als HQ dient.



Schon in der letzten Ausgabe habe ich eine ausführliche Begrüßung zwischen Warpath und Cable vermisst doch hatte da noch die Hoffnung dass diese zusammen mit der Zusammenführung mit Deadpool und Domino nachgeholt wird. Aber nix da.

Zu Beginn dieses Heftes steht das ganze Team vereint am Abhang und die Begrüssungs-Sequenz wird komplett übersprungen. Domino, immerhin Cables Ex-Freundin kommt praktisch gar nicht zu Wort und wird von ihm auch gänzlich ignoriert, während Warpath immerhin einen Satz sagen darf der Cable zum einlenken bringt dass diese Zukunft für Hope nicht die Beste ist.


Die gesamte Ausgabe gehört eigentlich Deadpool der erzählt wie er die 800+ Jahre überlebt hat und dabei stets sein Fähnchen mit dem Wind stellte. Deadpool ist momentan der interessanteste Charakter in der Story da man auch nach diesem Heft nicht sagen kann auf welcher Seite der skrupellose Opportunist wirklich steht. Die schwächste Figur im Heldenteam ist für mich eindeutig Cable der völlig konträr zu seiner Vergangenheit geschrieben wurde. Das beginnt schon mit seiner nachtragenden Haltung gegenüber Deadpool. War er während ihrer gemeinsamen Zeit immer darauf bedacht dass sie trotz ihrer unterschiedlicher Einstellungen und vieler Krisen niemals ihre einzigartige Freundschaft zu Bruch geht, gibt er sich hier ungewöhnlich aggressiv und scheint Wade einfach alles zuzutrauen. Es ist wohl offiziell. Nathan und Wade wird es nicht so schnell wieder als Team-Up geben.


Auch scheint er schnell die Fassung zu verlieren. Cable lehnt es kategorisch ab Hope in die Gegenwart zurück zu bringen, doch hat auch wenig Argumente dafür, warum er sie unbedingt hier, in der Nähe von Bishop, Stryve und (wahrscheinlich) auch Apocalypse, lassen will. Als Logan deshalb eine schnippische Bemerkung vom Stapel lässt, haut ihm Cable (wie auch schon in der letzten Ausgabe) einfach eine aufs Maul. Dieser Typ hat nicht mal mehr was mit dem Cable von Messiah Complex gemeinsam und schon gar nicht mit jenen zuvor.


Das Argument das Hope sich hier frei entwickeln und für ein eigenes Schicksal entscheiden könne ist für mich leider in keinster Weise nachvollziehbar. Wenn Cable glaubt dass sie DIESE Zukunft nicht ebenfalls prägen wird, scheint bei ihm im Kopf wirklich Mehreres verkehrt zu laufen.

Doch auch der Gegenseite ist von Duane Swierczynski ein abgrundtief dämlicher Masterplan aufgedrückt worden. Bishop glaubt wirklich dass er zusehen kann wie Stryve seinen „Bruder“ tötet und dass er im selben Moment Stryve töten wird. Glaubt diese Pfeife wirklich, dass er einen der mächtigsten Telepathen, den sogar Cable fürchtet, einfach in den Rücken schießen kann und die Sache damit erledigt sei? Ist die Atmosphäre dieser Zukunft voller Nervengase die die Leute kirre macht?


Deadpools Story hat zwar einige witzige Momente aber das rettet die Story in keinster Weise.

Ich war von Anfang an kein Fan von Swierczynskis Story-Writing aber für dieses Crossover hätte er sich schon mehr ausdenken müssen. Das wirkt alles sehr hingerotzt und nicht durchdacht.

Ich hätte mir zur Einleitung mehr Charakter-Momente zwischen Cable und den anderen gewünscht statt dessen bekommt man hier nur übertrieben harte Macho-Attitude mit einer Hau-Drauf Mentalität die sogar Rambo & Co. blass aussehen lassen.


Als wäre dies nicht schon genug, komme ich auch mit Ariel Olivettis Artwork (noch immer) nicht klar. In dieser Ausgabe war wirklich nichts für mich dabei. Hoffentlich wird diese Schlappe von der X-Force Seite wieder ausgeglichen.


1/5

09
Apr
09

Black Panther #3

Dieses Heft war wieder eines jener Hefte wo ich mich wirklich hindurchkämpfen musste und selbst aus der freundlichsten Review-Perspektive kann ich nichts an diesem Comic finden, dass mich nun wirklich mitgerissen und zum weiterlesen animiert hätte.

Zugegeben lagen schon die ersten beiden Ausgaben unter meinen Erwartungen doch ließ sich im Debut mit dem gut geschriebenen und gezeichneten Dialog zwischen Namor und T’Challa noch eine exzellente Perle finden. Von da an ging es aber steil bergab. In der aktuellen Nummer treibt T’Challas Seele im Limbo, während Ororo ein tödliches Ritual eingeht um ihren Gatten zu helfen wieder zurück ins Leben zu finden.
Das heißt für den Leser vor allem eines: Endlose Dialoge und klischeelastige Voodoo-Rituale en masse.

Das T’Challa im Limbo schnell auf einen Dämonen trifft war ebenso vorherzusehen wie das Ororo das Ritual trotz aller Gefahren durchzieht. Ebenfalls war es für die meisten auch naheliegend dass es Shuri sein wird, die die Nachfolge des Black Panthers antritt und sich in diesem Heft nun den ersten „Mutproben“ stellen muss.
Zu dem Ritual und Limbo Herumgeflaxe ist dies zwar eine schöne Abwechslung aber weder die Story noch die zeichnerische Umsetzung sind spannend genug dass es mich mitreißen könnte

Ich fühle mich etwas an die Cable oder Skaar Serie erinnert bei denen ich genauso erwartungsvoll eingestiegen bin und nach 3 Nummern enttäuscht ausgestiegen bin. Bei dieser Serie gibt es leider weder einen Charakter noch einen Handlungsstrang der mich interessiert und an das Heft bindet und das obwohl ich Black Panther wie auch Storm doch sehr wohlgesonnen gegenüberstehe.

Ich nehme es Joe Quesada schon ab, dass ihm der Black Panther ihm wirklich am Herzen liegt, aber ich glaube das diese Serie genauso scheitern wird wie schon ihre Vorgänger.

1/5
09
Apr
09

Punisher #3

Ich bin eigentlich gar kein wirklicher Punisher Fan und auch Garth Ennis Rückkehr an Punisher War-Journal war für mich nicht so ein Aufreger, dass ich die Story weiterverfolgt hätte. Dem neuen Titel von Rick Remender wollte ich deshalb zu Anfangs erst gar keine Chance geben, aber da im Checklist ComicCast derart von der aktuellen Ausgabe geschwärmt wurde, griff ich nachträglich doch noch zum Heft.


Obwohl ich nicht weiß was in den ersten beiden Ausgaben passiert ist, findet man sehr schnell ins Heft und es scheint so als ob Punishers neuer Hauptgegner nicht mehr Osborn zu sein scheint, sondern das Syndikat des Hoods. Eine fabelhafte Kombination wie ich finde und durch Openas Zeichnungen wird der Kampf zwischen den Beiden zu einem spannungsgeladenen Actionspektakel sondergleichen.


Aber auch Rick Remenders Script ist rasant und bietet sogar einige coole Momente die mir in den bisherigen Punisher-Heften fehlten. So ist auch meine Lieblingsszene des Heftes keine Action-Szene, sondern jene in der Frank zusammen mit Henry (sein neuer Microchip) in dessen Wohnung zusammensitzt und sich eine Leber abbrät. Ich finde es einen lässigen Zug von Remender dass er mit Henry einen Straight-Edger ins Spiel bringt und dann auch noch in seinem Zimmer stilgerecht mit „No Meat“ Postern und Fugazi Sticker ausstattet. (wobei Minor Threat die bessere Wahl gewesen wäre) ;-)


The Hood etabliert sich spätestens durch dieses Heft als brutaler Kingpin Nachfolger und alle Charaktere in diesem Heft sind so Badass dass es schon beim zusehen schmerzt. HaHa, ja sogar die Wissenschaftler in diesem Heft sind gnadenlose Shaolin-Kämpfer…

Dieses Heft ist von der Story wie auch auch vom Artwork her mein persönlicher Überraschungshit denn ich nur jedem weiterempfehlen kann.



Danke Checklist ComiCast!!!


5/5

09
Apr
09

New Avengers #51

Die neue Avengers Story behandelt endlich eine Frage die schon mehreren Lesern auf der Zunge brennen wird: Wo zum Teufel ist Dr. Strange?


Der Sorcerer Supreme hatte ja zur Rettung vor dem Hulk (Worl War Hulk) und dem Hood (New Avengers Annual) die Macht eines Dämonen übernommen und hält sich seitdem nicht mehr dieses Titels würdig. Nun verbringt er nun seine Zeit damit einen würdigen Nachfolger zu finden.


Ich bin nicht mehr ganz so firm wie diese Nachfolge-Regel abläuft, aber ich kann mich an ein uraltes Special (Marvel presents #irgendwas)erinnern in dem davon die Rede gewesen ist dass ein Anwärter den amtierenden Sorcerer Supreme nur herausfordern und besiegen muss.


Falls diese Regel noch aktuell ist, verstehe ich nicht dass Dr. Strange in diesem Heft gerade dem jungen Wiccan Hoffnungen auf den Titel macht. Selbst wenn Strange ihn freiwillig an den Jung-Magier abgeben würde, würde sofort The Hood, Dr. Doom oder sonst wer kommen um sich den Titel in einem Kampf zu erobern.


Wie es aussieht pfeift The Hood aber ohnehin auf Dr. Stranges Vorauswahl und sucht, aufgepowered und entstellt durch Dormammus Kräfte, gleich den Kampf mit dem passionierten Schnurrbartträger (der dank Chris Bachelo seltsam auffällig ist).


Neben der Haupt-Story um Stephan Strange gibt es aber noch vieles Avenger-Internes was es für das Team zu besprechen gibt. Bei einem chinesischen Essen in Captain Americas Wohnung (warum sieht man Superhelden eigentlich so oft Nudeln essen?) wird erst einmal die Führungs-Frage auf den Tisch gebracht. Wenig überraschend entscheiden sich die Helden nach einem kurzen Gespräch plus Abstimmung für Ronin der die Wahl natürlich annimmt. Tja, war nur logisch. Clint Barton ist einer der alten, echten Avengers und hat seit Beginn des Dark Reigns auch den Takt des Teams vorgegeben. Alles andere wäre eine (unlogische) Überraschung gewesen.


Die Zusammensetzung am Tisch verwundert mich etwas. Iron Fist hat zwar schon gesagt dass er nur mehr ein Teilzeit-Avenger ist, aber dass er gleich bei der ersten der (nun regelmäßigen) Sitzungen fehlt, wundert mich dann doch. Was mich aber wirklich stutzig macht ist, dass Carol Danvers noch immer vorkommt. Es war seltsam in Ms. Marvel ihren Tod zu verfolgen um sie dann ein Heft später Cornflakes mampfend beim fernsehen zu beobachten…


Als erste „Amtshandlung“ bittet Clint seinen Teamkollegen Spider-Man die Maske abzunehmen, da er der einzige ist, dessen Identität den anderen noch nicht bekannt ist. Ich will hier nicht verraten wie sich Peter entscheidet, aber die Situation ufert in einen gut geschriebenen witzigen Dialog aus. Auch die Anordnung der Panels wurde in dieser Szene cool ausgenutzt.

Während dieses Heftes zeigt Bendis ein weiteres Mal seine exzellente Fähigkeit Dialoge zu schreiben, denn der gesamte Dialog der sich am Tisch abspielt ist einfach nur ein Traum.


Mir gefällt auch dass sich Wolverine hier größtenteils raushält. Nicht das er sich gar nicht beteiligen würde – er versucht sogar Spider-Man zu decken – aber die meiste Zeit schlingt er seine Nudeln runter und verfolgt belustigt die Ereignisse die sich am Tisch abspielen. Meiner Meinung nach hat Wolverine ja ohnehin schon zu viele Titel und da er – so wie Clint behauptet – die Hälfte der Zeit nicht hier ist, ist es schon verständlich dass er sich aus den administrativen Dingen raushält und eine untere Hierachie-Position einnimmt.



Schade das man auch hier wieder sehr wenig von Mockingbird zu sehen bekommt, aber das wird schon noch kommen.


Das Artwork gefällt mir äußerst gut. Billy Tan (Avengers Story) wie auch Chris Bachalo (Strange Story) arbeiten die Szenen sehr gut aus und bringen die Emotionen toll zur Geltung. Aber weil wir gerade bei Emotionen sind: Warum muss Ms. Marvel eigentlich wirklich immer und bei jedem Autor heulen? Auch hier flüchtet sie sich wieder in Clints Arme, da ihr der Dark Reign so zu Herzen geht.


Das Heft ist nach wie vor verdammt gut. Leider ist sich Marvel dessen ebenfalls bewusst und lässt das Heft (wie auch Dark Avengers) um € 3,99 auf den Markt erscheinen. Momentan sind es diese beide Hefte aber auch noch wert. Ansonsten mal schauen wie viel die Trades kosten…


5/5

09
Apr
09

Dark Avengers #3

Im letzten Heft brachte die Magierin und Ex-Doom Geliebte Morgan LaFey das neue Team um Iron Patriot (Norman Osborn) gehörig in Schwierigkeiten.

Doch bevor Brian Michael Bendis die Geschichte der Schlacht weitererzählt, gibt es ein kleines Flashback in dem er verrät wie Norman Osborn das Vertrauen des Sentrys für sich gewinnen konnte.


Dieser Dialog wie auch die Zeichnungen von Mike Deodato hat es wirklich in sich. Sentry wirkt wie ein kleines Kind das jedes Wort von Osborn, der verspricht ihm helfen zu können, hoffnungsvoll aufsaugt, und Norman weiß seine Vergangenheit als Green Goblin argumentativ geschickt auszuspielen, so dass die beiden sich nicht nur zu ner erzwungenen WG, sondern auch in eine Art Selbsthilfe-Gruppe formieren.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber die besten Dialoge schreibt immer noch Brian Michael Bendis und dieser hier ist ein stichhaltiger Beweis dafür.


Leider fehlt mir zu wenig Wissen über den Sentry um zu verstehen warum seine Frau Lindy die ganze Zeit über „schlafend“ am Bett herumlungert. Sie macht auch einen verängstigten Eindruck, wobei ich mir aber nicht sicher bin ob daran ihr Gatte schuld trägt oder es doch die neue Freundschaft zwischen ihm und Osborn ist die Lindy beunruhigt.


Das letzte was ich von Lindy Reynolds gesehen habe, geschah während der Secret Invasion. Während Sentry sich im All verkrochen hat, wurde seine Frau von einem Void-Skrull „in Sicherheit gebracht“, danach hab ich nichts mehr von ihnen gehört oder gesehen. Wer weiß wo diese Story weitererzählt wurde, darf es mir ruhig mitteilen.


Nach der wirklich lesenswerten Einstiegsszene, geht es aber direkt ins Schlachtgetümmel in dem die Dark Avengers wirklich alle Hände voll zu tun haben, LeFays Dämonenhorden zurückzudrängen. Ich kann mich leider nicht mehr so gut erinnern und hab auch gerade keine Möglichkeit es nachzuprüfen, doch wurde Ares nicht in der letzten Ausgabe beinahe der Kopf abgebissen? Dafür sieht der Typ aber noch ziemlich frisch aus (zumindest zu Anfangs). Muss ein ein Genick wie ein Stier haben…


Es ist wirklich fantastisch mit anzusehen wie Deadato die „Helden“ in der Masse an Gegnern kämpfen lässt und besonders Bullseye bekommt lässige Momente zugestanden. Witzig finde ich auch eine Szene in der Morgana LeFey den Iron Patriot mit hoch erhobenem Schwert auf einem fliegenden Drachen reitend verfolgt. Da hat sich das Art Team wohl sehr von diversen LP-Covern der Power-Metal-Riege inspirieren lassen…


Die Fähigkeit dass LeFay bei einer Niederlage in die Vergangenheit reisen kann und dort die Schlacht neu durchplant wird weiterhin voll ausgespielt, macht Morgana zu einer grandios-fatalen Gegnerin.


Am Schluss gelingt Norman Osborn die Wende zu seinen Gunsten in dem er erneut seine diplomatischen Fähigkeiten ausspielt und das Vertrauen zu Doc Doom gewinnt, der ihm daraufhin Zugang zu seiner Rüstung gewährt. Man kann also sagen, dass das Heft genauso endet wie es auch begonnen hat.


Auch ansonsten scheint es Bendis in diesem Heft sehr stark um Osborns Fähigkeit zu gehen Menschen für sich zu gewinnen. Kurz vor dem Doom/Osborn Dialog bringt der Iron Patriot seinen Cabal-Kollegen nämlich erst einmal in Sicherheit und lässt sein Avengers-Team mit den Dämonen Horden alleine zurück. Interessanterweise lässt diese Aktion sein Team ziemlich kalt und allen voran Ms. Marvel scheint ihrem Leader genug zu vertrauen um nicht mal an Verrat zu denken. Das ist eigentlich auch genau der Norman Osborn den ich sehen will. Nicht den skrupellosen General von Andy Diggle und schon gar nicht den wirren Typen den Daniel Way schreibt, sondern wirklich den smarten Geschäftsmann der weiß wie man Situationen für sich entscheidet und dass dazu nicht immer zwingend Gewalt notwendig ist. Für toughes Gangster-Leading hat die Dark-Reign Runde eh schon den Hood.


Dieses Heft hat verdammt viel Action, Spannung, Team-Moves und brillant geschriebene Dialoge und ist mit Sicherheit mein Heft des Monats.


Bendis macht es sich zwar im ersten Story Arc sehr leicht indem er seine Schurken gegen einen größtenteils gesichtslosen Gegner antreten lässt (die Dämonen-Horden! Morgana LaFey ist schon eine coole Lady) aber ich bin mir sicher dass, wenn Bendis so weitermacht, man auch durchaus Mitgefühl für das Team haben wird wenn es dann gegen die eigentlichen Helden geht.



Wirklich cooles Heft. Don’t miss it!


5/5




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