Superman: World of new Krypton – Part 2
(DC Comics)
Ich hatte noch etwas Comic Budget für diese Woche übrich und konnte mich zwischen der neuen Savage She-Hulk Serie und der Nummer zwei der Kryptonier entscheiden. Tja, wie ihr seht hab ich mich für die Kryptonier entschieden und diesmal war wirklich das liebe Geld ausschlaggebend. Lieber € 2,99 für einen Titel ausgeben von dem ich weiß was ich bekomme, als € 3,99 für ne neue Mini-Serie wo ich eben nicht weiß ob sie sich lohnt….
Zu dem Erstling von James Robinson und Greg Rucka habe ich geschrieben dass dieser Titel recht nett ist, aber wohl nur echte Superman Fans umhauen wird. Auch die zweite Ausgabe bestärkt mich in diesem Urteil.
Am Anfang wird von den Guardians of Oa beschlossen, dass Hal Jordan demnächst mal vorbeischauen sollte, um nachzusehen ob von diesem neuen Planten Gefahr drohen könnte. NaJa, ich finde diesen Crossover zwar nett, aber dieses Zusammentreffen wurde ja schon vor langem verraten, weshalb es jetzt nicht mehr schockt. Mehr schockt das die Guardians trotz ihrer Bedenken Hal alleine schicken werden, was mir bei einem Planeten voller Supermans ein äußerst gewagter Plan zu sein scheint.
Die sind nämlich mittlerweile nicht nur mit Superkräften ausgestattet, sondern haben auch Waffen zur Verfügung mit denen sie sich gegenseitig töten könnten. Wen es schwer fällt sich Superman mit einer Waffe vorzustellen, der sei beruhigt. Kal-El verweigert schon bei seinem ersten Einsatz – zusammen mit seinem neuen Squad – den Gebrauch der Kanonen, und löst das Problem ganz alleine mit seinem Köpfchen.
Wie auch schon im letzten Heft ist es aber das Gildensystem das am Interessantesten zu verfolgen ist, und dem auch von den Autoren sehr viel Aufmerksamkeit geliehen wird. Die Gilden scheinen sich nicht nur in ihrer Tätigkeit zu unterscheiden, sondern auch ihre Sichtweisen auf die Dinge hat sich über Generationen total ihrer Arbeit angepasst. Dem zufolge ist es eigentlich nur logisch das General Zod immer den einfachsten Weg, eben den der Gewalt sucht um Probleme zu lösen. Auch wenn ich das nicht lobenswert finde, sollte Superman diese Ansicht verstehen und ihn mit Diskussionen und seiner Vorbildfunktion zu neuen Ansichten zu begeistern versuchen, anstatt ihm jedes mal unter die Nase zu reiben dass er ihn nicht ausstehen kann. Hier finde ich auch das Zod sehr viel Nachsicht mit Supie hat. Ich hab keine Ahnung was Zod vorher für schreckliche Dinge gemacht hat, doch hier handelt er wie die anderen Kryptionier nur nach den Sicht seiner Gilde. Das Problem ist halt nur dass er jetzt nicht der Chef einer harmlosen Gilde ist wie zb. der Künstler, sondern eben das Militär befehligt.
Das ein Umdenken aber dennoch möglich sein könnte, beweist die Labour Guilde die ihr Diener-Dasein satt hat, und nach Gleichberechtigung strebt. Ist jetzt auch keine große Überraschung. Klar, das die Revolution von unten kommt, doch es überrascht, dass die Labour Guilde gleich aufs Ganze geht und vor jedem Versuch eines Gespräches sofort eine Geiselnahme vollzieht um ihre Ziele durchzusetzen. Dies und die, nicht minder radikaleren, Gegenmaßnahmen des Militärs bildet auch den Cliffhanger der Ausgabe.
Übrigens dachte ich nach der letzten Ausgabe dass sich Superman in letzter Minute freiwillig für das Militär entschieden hat. Stimmt nicht. Statt dessen wurde er von seiner Tante (die übrigens ebenfalls zu einer Geisel wird) zwangsverpflichtet. Man könnt jetzt spekulieren welche Gilde Superman gewählt hätte wenn er noch genügend Zeit gehabt hätte, doch wie er in dieser Ausgabe selbst sagt, möchte er sich seine Feinde nahe halten, also wäre auch von ihm aus das Militär mit Zod die wahrscheinlichste Wahl gewesen.
Supergirl hat ebenfalls einen kurzen Auftritt und wird aller Vorraussicht nach in der nächsten Ausgabe mehr „Screen Time“ bekommen.
Das Artwork von Pete Woods ist ok. Ich finde den Ausdruck der Emotionen gut, doch empfinde ich die Stadt als immer langweiliger. Alle Räume in denen sich Superman aufhält (größtenteils Militär) sind riesige, leere, glatte Räume. Da wären ein paar Details schön gewesen. Viel Mühe gibt er sich bei dem „Künstler-Fest“ doch auch das kann mich nicht richtig begeistern. Was sollen diese ganzen Plattformen die untereinander nicht mal verbunden sind? Wenn man bedenkt dass die Kryptonier noch immer nicht richtig fliegen können, muss der Architekt ein ordentlicher Optimist gewesen sein…
Auch wenn die Überraschungen und Twists noch ausbleiben ist das Heft doch recht nett. Superman handelt so wie man es sich erwartet. Auch wenn mir sein ständiger Konfrontationkurs gegen Zod schon jetzt gehörig auf den Nerv geht. Das lässt Superman wie ein trotziges Kind wirken, aber da ich ja keine Ahnung habe was Zod in der letzten Ausgabe gemacht hat, sollte ich mich da zurückhalten. Der Cliffhanger ist ziemlich abgedreht und verdeutlicht die „Aug um Aug und Zahn um Zahn“ Einstellung des Militärs. Trotzdem halte ich es für überzogen dass Zod den stupiden Plan seines Commanders gleich als „brilliant“ lobt. Selbst er muss sich doch darüber im Klaren darüber sein, dass dies sehr schnell nach hinten losgehen kann…
Wie schon die Nummer 1, ein nettes Heft bei dem der Funken aber nicht überspringen will.
3/5
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