Nachdem die erste Ausgabe des neuen Exiles-Line-Up nur eine Art Einführung gewesen ist, geht Jeff Parker in der Nummer #2 gleich in die Vollen und schickt sein Team ohne viel Diskussion direkt in den ersten Einsatz.
Magneto hat in Genosha einen Staat errichtet in dem ausschließlich Mutanten zutritt haben und die nebenbei noch ziemlich stark im Clinch mit den Menschen liegt. Da die Exiles so gut wie gar nichts über ihre neue Lage wissen, wollen sie sich zuerst einmal Informationen über dieses Genosha, ihren Führer und vor allem über den toten Wolverine verschaffen der als einer der wenigen Mutanten gegen Genosha rebellierte. Um all diese Fragen zu klären beschließen sie sich bei einer Sieges-Party Magnetos einzuschmuggeln und dort nach den nötigen Informationen zu suchen…
Ich bin wirklich überrascht von dieser Ausgabe! Dieses Heft hat witzige Dialoge, eine gute Story und auch das Team, das ich in der letzten Ausgabe noch als langweilig empfunden habe, bekommt immer mehr Ecken und Kanten.
Was mir besonders gefällt ist die Geschichte die zu diesem Genosha führte und dass der Magnetos Zuflucht weder böse noch gut ist. Eigentlich wollen sie sogar nur zufrieden gelassen werden. Natürlich muss es hier aber noch irgendeinen Haken geben, da ja sonst wohl kaum Wolverine gegen Magneto rebelliert hätte.
Der Exiles Beast ist ziemlich cool und obwohl er um vieles ruppiger ist als sein bekanntes Alter-Ego, scheint er dennoch kein Trottel zu sein. Ich hatte Angst dass er – ähnlich dem Hulk – nur auf seine Stärke reduziert werden könnte, aber Parker liefert einen rundum fähigen Charakter ab der durch Dialog wie auch Aktionen glänzt.
Unerwartet früh wird der Black Panther des Teams enttarnt. Panther ist derjenige der mit seinen flapsigen Sprüchen die Dialoge in Schwung hält und für Witz sorgt und somit die Funktion von Morph übernimmt. Auch wenn er natürlich noch lange nicht so durchgedreht ist wie er.
Aber auch ansonsten funktioniert die Dynamik im Team sehr gut und jeder Charakter bekommt mindestens einen guten Moment zugesprochen.
Auch Salva Espins Artwork ist passend und gefällt mir mit jeder Seite besser. Ja, ich finde diesen (verspäteten) Auftakt sogar interessanter als so manches Exil Heft von Cleremont. Guter Stoff, ich hoffe die Serie kann dieses Niveau halten.

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