Archiv für 15. Juni 2009

15
Jun
09

Fantastic Four #567

FANTASTIC FOUR #567FantasticFourVol3567Do41483_f

Doom’s Masters, Part Two

Marvel Comics

Beim Lesen dieses Heftes habe ich eine Achterbahnfahrt durch fast alle Gefühlslagen gemacht. Spannung, Enttäuschung, Wut, Überraschung, Schock, Trauer, Skepsis, Neugier…alles war dabei! (und sogar in dieser Reihenfolge)

Ich will nichts, aber auch gar nichts von diesem großartigem Heft verraten, denn wer es kauft bekommt 2 atemberaubende Twists serviert die ich auf keinen Fall spoilern möchte.

2 Dinge muss ich aber dennoch kritisieren:

  • Der Haup-Twist wäre besser gelungen wenn man den Marquis of Death erst auf der nächsten Seite, nach dem Umblättern, gezeigt hätte. Bei manchen Comics klappt das, hier wurde das Timing aber schon öfter verhaut.
  • Und das obwohl es gerade hier besonders einfach wäre. Fantastic Four „leidet“ noch immer an dem verschwenderischen Einsatz von Splash-Pages und riesigen, textleeren Panels. Hätte man da ein paar Kästchen etwas verkleinert, wäre das Timing perfekt gewesen. Die Seiten sehen zwar fantastisch aus (z.b. die Bibliothek vor der Omega Box) doch was zu viel ist, ist zu viel

Trotzdem, dieses Heft ist Gold! Millar und Hitch sind in Bestform und bereiten ihrer FF-Ära einen würdigen Abschluss. Unbedingt kaufen!

5/5

15
Jun
09

X-Men forever #1

XMenForeverVol2141581_f

X-MEN FORVER #1

Love and Loss

Marvel Comics

Es kann kommen was will, Chris Claremont ist und bleibt mein X-Men LieblingsAutor, weshalb ich mich auch sehr gefreut habe dass er nun wieder mal an die Mutanten ran darf.

X-Men Forever schließt da an wo Claremont in den frühen 90ern aufgehört hat und beginnt mit der Suche nach Fabian Cortez der sich nach seinem Verrat an Magneto vor den Mutanten versteckt.

Grob gesagt besteht die Story nur aus einem langezogenen Kampf mit Fabian Cortez, doch  ist die eigentlich gar nicht so wichtig. Es ist mehr das Feeling dass dieses Heft trasnportiert und das kann man kurz mit dem Wort „nostalgisch“ umreißen.

Es gibt keinen Dark Reign, Nick Fury ist noch immer Chef von Shield und – mehr oder minder  – everybodys Darling, Beast ist noch nicht weiter mutiert, Rogue und Gambit sind noch kein Paar… etc etc.

Aber nicht nur hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, denn auch Claremonts Erzählweise ist eindeutig Old-School.

Zum Beispiel lässt Claremont alle seine Figuren ständig durch Gedankenblasen erklären was sie gerade fühlen und warum sie wie handeln. Solch ein massiver Einsatz von Gedankenblasen wäre heute undenkbar, lächerlich und würde von mir auch massiv gerügt werden, aber dieses Heft soll ja auch den alten Charme aufleben lassen.

Etwas unverständlich ist in diesem Zusammenhang dass fast jeder Charakter seine Kräfte erklärt aber Fabian Cortez Fähigkeiten – die ja am wichtigsten wären – überhaupt nicht erwähnt werden. Für Leser die Cortez nicht kennen: Er steigert die Kräfte von Mutanten in ein solch hohes Ausmaß dass sie sie nicht mehr kontrollieren können und im schlechtesten Fall „innerlich verbrennen“…

Auch Wolverine kippt hier wieder in seine eigenbrötlerische, stur- und hitzköpfige Phase zurück und macht somit deutlich wie sehr sich der Charakter über die Jahre entwickelt hat. Cool ist auch wie an Thunderbird (Warpaths Bruder und Ex-X-Men) erinnert wird, der in einer der ersten Wolverine Missionen ums Leben kam (und aktuell bald bei X-Force als Zombie wiederauferstehen wird)

Wolverine trifft auch die gravierendste Veränderung in diesem Heft. Er und Jean Grey sind hier nämlich ein Paar! Allerdings nur kurz, denn Wolverine wird schon bald etwas sehr schlimmes zustoßen…

Auch wenn diese Geschichten in der „echten Kontinuität“ nie eine Rolle spielen werden, ist es interessant zu sehen wie was sich Claremont für seine X-Men vorgestellt hätte und wenn das Ultimate Universum funktioniert hat (zumindest eine Zeit lang) warum sollte es bei dieser Alternativ-Geschichte nicht klappen?

Zu Tom Grummet kann ich nur sagen, dass ich seinen Stil wirklich cool finde. Es muss nicht immer beinahe wie ein Foto aussehen und es muss auch nicht immer ein künstlerischer Anspruch dabei sein. Das ist einfach ein richtiger, cooler Comic-Style mit knalligen Farben und fetten Inks, so wie es sich gehört. Sitzt, passt, wird gekauft! (Nur die Splash Page hätte er sich sparen könne. So toll ist die jetzt nicht gerade…)

Aber ich will ehrlich zu euch sein. Wenn ich nicht ein alter Claremont Fan wäre, die Charakter in diesem Team nicht so lieben würde (ich warte nur noch auf Colossus) und den X-Men nicht generell sehr wohlwollend gegenüber stehen würde, würde ich mit Sicherheit schreiben dass dieses Heft purer Mist ist.

Es ist altmodisch geschrieben, hat (noch) keine interessante Handlung und das Verhalten der Charaktere wirkt manchmal äußerst seltsam und unpassend.

Mich wundert dass Marvel dieses Heft um €3,99 verkauft und es (ich hoffe ich täusche mich da jetzt nicht) sogar als bi-monthly auf den Markt loslässt, denn nach diesem ersten Heft kann ich mir nicht erklären wie dieses Heft längere Zeit so laufen soll.

Ich erwarte mir für die #2 – in der Wolverine wirklich was arges zustößt – den Beginn eines völlig abgedrehten, phantastischen und komplexen Arcs, denn ansonsten kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen dass jemand 8 Euro im Monat für diese Serie hinblättert.

2/5

15
Jun
09

Rapture #1

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Dark Horse Comics

HaHa, erklärt mir bitte jemand um was es hier geht? Ich habe mehrere andere Reviews gelesen um etwas Hilfe zu bekommen, aber alle die ich gelesen habe, konnten mir auch nur das sagen was ohnehin offensichtlich ist…

Rapture spielt in einer Welt in der sich alle Superhelden dazu entschlossen haben in einer riesigen Schlacht gegeneinander zu kämpfen. Es ist fragwürdig ob es ich bei ihnen wirklich um Helden handelt, denn während ihres Kampfes scheinen sie keineerlei Rücksicht auf die Welt zu nehmen die durch den mittlerweile 1 Jahr andauernden Krieg zu einem riesigen Trümmerhaufen verkommen ist. Die Notlage der Menschen geht sogar soweit dass sie nicht mal mehr vor Raub und Kannibalismus an Babys zurückschrecken.

Doch diese Schlacht dient nur als Hintergrundszenario für die Liebesgeschichte zwischen dem Musiker Gil und seiner Freundin Evelyn Town (ist das ein Wortspiel? „Evil in Town“?) die wir gleich zu Beginn in einem Flashback bei der Trennung beobachten können. Nach dieser Ausgabe bleibt unklar für mich warum sie sich trennen. Die beiden scheinen sich noch zu lieben doch aus irgendeinem Grund steigt Evelyn in ein Flugzeug und reist zu ihrer (geistig verwirrten) Mutter.

Speziell um Evelyn scheint es aber noch mehr Geheimnisse zu geben und ich vermute mal das auch sie eine Superheldin ist die innerhalb der Schlacht eine wichtige Funktion übernehmen sollte, sich aber bisher davor drückte.

Auch wenn ich nach dem ersten Heft keine Ahnung habe um was es hier genau geht, muss ich zugeben dass Michael Aveon Oeming hier eine duchaus interessante Geschichte gebastelt hat der man jedoch durch die vielen Raum und Zeit Sprünge plus eingeschobenen Gedichten und Song-Texten nur schwer folgen kann.

Das Artwork von Taki Soma würde ich am ehesten mit jenem von Gabriel Bá in Umbrella Academy vergleichen. Auch wenn es nicht dem üblichen Superhelden-Artwork entspricht, gefällt mir das verdammt gut. Aber das trifft ja auch auf die gesamte Story zur…

Interessante Story die ähnlich verworren rüberkommt wie Unwritten. Kann man aber ruhig mal auschecken, da es wirklich wieder mal etwas anderes ist als die typischen 08/15 Superhelden Abenteuer!

3/5

15
Jun
09

Red Robin #1

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Batman Reborn – The Grail, Part One

DC Comics

Ich hab ja schon geschrieben, dass ich mir das Heft an sich gar nicht kaufen wollte, doch die vielen Berichte, Previews und Interviews haben mich dann doch neugierig gemacht und als ich im Shop dann nur noch eine Ausgabe in der Box gesehen habe, habe ich mir die letzte ihrer Art sofort unter den Nagel gerissen. Leider muss ich sagen, dass ich auch ohne gut leben hätte können…

Ich war etwas überrascht dass sich Tim Drake für das Red Robin Kostüm entschieden hat und bin auch jetzt etwas verblüfft das er sich nicht nur vornimmt Grenzen zu überschreiten, sondern dies auch tut.

Chris Yost durchtränkt das Heft mit einem tiefen Ton Film Noir. Das steht der Story schon sehr gut, doch will ich Tim Drake diese Coolness, Melancholie und Gefühlsverworrenheit nicht so recht abnehmen. Vielleicht liegt es daran dass ich kein Robin Stammleser gewesen bin, aber diese verbissene, ernste Art steht einem Ex-Robin meiner Meinung nach einfach nicht. Tim wirkt hier schon beinahe krampfhaft und zeigt leichte Rohrschach Tendenzen, was sicherlich einige Fans finden wird, aber einfach nicht das ist was ich mir erwartet hätte.

Ein kleines Manko sind meiner Meinung nach auch die vielen Sprünge in Zeit und Ort die das Comic durchziehen. Einserseits bilden diese Sprügen die Zerrissenheit von Tim Drake deutlich ab, doch hindert sie den Leser an einem leichten Einstieg. Und meiner Meinung nach ist eine zu verkopfte #1 für eine Serie nicht besonders förderlich.

In einem dieser Flashbacks sieht man auch eine Auseinandersetzung zwischen Tim und Damian die auch zu einer tiefen Kerbe in Tims und Dicks Freundschaft führt. Mir kommt das etwas zu überstürzt und es ist offensichtlich das diese Szene nur das „einsamer Wolf“ Image des neuen Red Robins hervorheben soll.

Das Artwork Ramon Bachs passt gut zur Story aber wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten dass es sich bei Red Robin und Tim Drake um 2 völlig verschiedene Personen handelt.

Es gibt auf eine der letzten Seiten eine Seite auf der man Tim Drake am Boden sitzen sieht („Bruce is alive…“) und darunter Red Robin sieht. Tim Drake ist ein schmächtiger, kleiner Junge mit verwirrtem Blick, während Red Robin muskelbepackt mit ernster Mine über die Stadt wacht. Kann sein dass das Team auch hier etwas tiefer geht und ausdrücken will dass sich Tim nur im Kostüm stark fühlt, aber ich glaub so viele Interpretationsmöglichkeiten sind nur mein Wunschdenken.

Ich habe diese Ausgabe nicht sonderlich genossen, aber es kann sein dass sich da noch was tut. Wenn es wirklich so verläuft dass Yost hier Details einstreut die später erneut aufegriffen werden, kann es durchaus sein dass es sich doch lohnt dran zu bleiben.

Auch wer Anti-Helden oder Noir-Comics mag kann die neue Serie ruhig mal austesten.

Es ist zwar ein Spoiler, aber vielleicht hilft es ja Leuten die Fans von diesem Schurken sind: Der große Gegner von Red Robin wird laut Cliffhanger Ra’s al Ghul sein…

2/5

15
Jun
09

Uncanny X-Men #111

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Sisterhood, Part 4 of 4

Marvel Comics

Nach der Besprechung der #510 wurde mir im Marvel FanForum von Lao Tse „vorgeworfen“ dass ich zu gut mit dem Heft umgegangen wäre. Ich stimme ihm zu, denn das letzte Heft war eigentlich wirklich noch katastrophaler als ich es ohnehin schon bewertet habe.

Ich muss dazu sagen dass ich mit den X-Men aufgewachsen bin und ihnen deshalb immer mit gutem Willen begegne, und das egal wie scheiße sie sind.

Seit Matt Fraction das Ruder übernommen hat, fällt mir dass aber leider wirklich immer schwerer.

Die Story des aktuellen Heftes ist auch wieder von vorn bis hinten genauso unmotiviert wie es  auch schon der gesamte Sisterhood-Arc gewesen ist. So gesehen also wenigstens ein konsequenter Abschluss…

Wie es unschwer zu erraten war, treffen die X-Men und die Sisterhood aufeinander und es kommt zur letzten großen Schlacht.

Die Kämpfe sind mies choreographiert und, anstatt sich auf einen spannenden Kampf zu konzentrieren, sieht man immer nur einen nichtssagendes Ausschnitt aus den jeweiligen Zweikämpfen. Noch tumber als die Bilder sind allerdings die Dialoge die dazu ablaufen. Hier ein Auszug aus 2 Seiten Kampf:

CYCLOPS: Maddie

WOLVERINE: Deathstrike

LADY DEATHSTRIKE: Logan

COLOSSUS: Duck!

DOMINO: Done—

SPIRAL: Die!

NORTHSTAR: No.

WOLVERINE: Kill

LADY DEATHSTRIKE: You

WOLVERINE: Grraahh

LADY DEATHSTRIKE: Yyyah

SPIRAL: Hiiiyyyy—

CHIMERA: KKKgg—

COLOSSUS: Madness.

CYCLOPS: Maddie—ENOUGH– !!

Das sagt schon so ziemlich alles über die Qualität des Comics aus…

Ein weiterer „Höhepunkt“ ist der Kampf von Psylocke gegen Dazzler. Vielleicht kann ich Fractions Gedankengang einfach nicht nachvollziehen, doch es sieht für mich so aus als ob Dazzler Psylocke noch immer als ihre Freundin sieht und ihr bewusst ist dass sie nur von irgendwas „besessen“ ist. Zumindest stammelt sie so etwas ähnliches daher und bietet ihr sogar eine friedliche Lösung an. Schon im nächsten Augenblick aber, scheint sie ihre Ansichten zu ändern und brennt ihrer Freundin aber das halbe Gesicht weg!

Psylocke rammt sich im Anschluss daran selbst den Psi-Dolch in den Schädel um in einem „Kopfduell“ den bösen Geist in ihr zu besiegen und wenn ich es richtig verstanden habe, kehrt sie dann auch in ihren alten Körper zurück, denn ansonsten wären die „Kratzer“ in ihrem Gesicht ordentlich schnell verheilt.

Die Kuriositäten nehmen aber selbst nach der bestandenen Schlacht kein Ende. Wie Lao Tse bereits im Marvel Forum angemerkt hat (er hat seinen Eintrag lange vor meiner Review hier geschrieben) schließt sich Psylocke denn X-Men an obwohl sie ja eigentlich zu den Exiles gehört.

Vielleicht findet dieser Aspekt ja noch in den späteren Ausgaben einen Platz aber hier scheint sie nicht mal einen flüchtigen Gedanken an ihr altes Team zu verlieren.

Der Knüller ist aber für mich die letzte Szene in der Beast einfach so in tiefster Nacht zu Emma und Scott ins Schlafzimmer schleicht um ihnen zu sagen das er am nächsten Morgen fortfährt und ihm die Geheimniskrämerei der Beiden am Nerv geht.

Ich verstehe die Dramatik der Nacht durchaus, aber dass Henry das nächtliche Schlafzimmer als geeigneten Ort für eine solche Aussprache ansieht, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstehen. Da wären Hunderte andere Möglichkeiten passender gewesen (am Friedhof z.B., damit es auch gleich zur Story passt) aber diese Szene fand ich einfach nur bescheuert.

Ob es zu einem Comeback von Jean Grey, (Dark) Phoenix oder sonst wen kommt, verrate ich nicht. Ihr sollt ja auch noch etwas Spannung an dem Heft haben. (Falls ihr es euch wirklich noch kaufen wollt…)

Das Artwork macht’s mir wirklich schwer. Terry Dodson ist eigentlich ein guter Zeichner. Es gibt so schöne Bilder (z.b. jenes als Domino auf die Sisterhood ballert) doch scheint er mir gleichzeitig auch faul und wenig abwechslungsreich zu sein. Alle Frauen lächeln ständig ein breites Zahnpastalächeln und haben meistens den selben Blick im Gesicht.

Das Schlimmste sind jedoch die Wiederholungen oder Kopien die er öfter einbaut. Das war in der letzten Ausgabe bei den Stepford Cuckoos noch entschuldbar, doch hier gibt es ein Bild mit Emma, Dazzler und Karma (wo kommt die eigentlich plötzlich her?) in dem alle Drei genau die selbe Haltung einnehmen und auch fast das selbe Gesicht haben. Das sieht aus wie ne Choreographie von ner Girl-Group

Auch Rachel Dodsons Inks wirken öfters „unfertig“. Es sieht manchmal so aus als ob sie bei ein paar Bilder einfach darauf vergessen hätte, oder plötzlich einen anderen Stil verwenden würde.

Was ist das bitte für ein Art-Team? Wollen die nicht wirklich oder können sie nicht?

Matt Fraction soll die X-Men bitte verlassen. Es gibt sicherlich viele andere Autoren die das Heft mit Freude übernehmen würden und sicherlich auch bessers damit anstellen würden wenn sie am Drücker wären.

1/5

15
Jun
09

Deadpool #11

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Dark Reign: Bullseye

Part Two: Let The Healing Begin

Marvel Comics

Hey, hey, hey! Völlig überraschend erfährt man hier einige Details über Deadpools und Bullseye GEMEINSAMER Vergangenheit. So scheinen die beiden mal in die selbe Klasse gegangen zu sein und zu meiner Überraschung ist Bullseye offensichtlich Vegetarier.

Besonders letzte Information führt uns schon zu dem Hauptthema des Heftes: Fleisch!

Bullseye bringt den leblosen Körper von Deadpool in eine Metzgerei wo er ihn zu Hamburger verarbeiten lassen will. Was darauf folgt ist abwechselnd witzig und brutal wobei Daniel Way alle Trümpfe ausspielt die Deadpool zu bieten hat. Der Höhepunkt ist zweifelsohne die Szene in der Deadpool neue Verwendungszwecke für Fleisch findet. Es ist ja üblich dass man Schweins-Leder am Körper trägt, doch Deadpool lässt hier mehrere Verarbeitungsschritte aus…

Ein sagenhaft witziges Heft bei dem mich nur das Ende etwas irritiert. Ich bin wirklich gespannt wie Bullseye, der meines Wissens nach nicht über einen Heilungsfaktor besitzt, da noch lebend rauskommen will…

Zu Paco Medinas Artwork gibt es auch nur ein Wort: Fabelhaft! Ich finde er passt perfekt zu dieser Serie da er einerseits gute Schock-Momente erzeugt, doch diesen durch seinen cartoony Stil immer auch etwas Witz verpasst. Und so soll Deadpool ja auch sein. Tödlich, brutal aber doch auch immer mit (schwarzem) Humor!

Daniel Way scheint endlich in die Story reingefunden zu haben und wenn man von der neuen Serie einen Story Arc haben sollte, dann diesen!

5/5

15
Jun
09

Amazing Spider-Man #597

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DARK REIGN: American Son, Part 3

Marvel Comics

Bei Spider-Man würde ich mir wirklich lieber wünschen ich würde den Trade reviewen, denn es ist jedesmal kompliziert ausführlich darüber zu schreiben ohne etwas zu verraten.

Lily und Harry treffen sich und schmieden einen Plan wie sie sich aus Normans Fängen befreien können. Auch wenn Joe Kelly keine verdächtigen Szenen einbaute, kauf ich Lily diesen Wandel einfach nicht ab. Das wäre ein ebenso seltsamer 180° Drehung wie als sich Harry in der letzten Ausgabe dieses Serum spritzen lies. In dieser Ausgabe erfährt man auch was ihm gespritzt wurde. Alles halb so schlimm. Zumindest nicht so wild wie ich dachte…

Das Ende finde ich wieder etwas verkorkt. Spider-Man besiegt Daken (!!!) nur um wenig Minuten später von Bullseye mit 2 Pfeilen überrumpelt zu werden? Und wie konnte Spider-Man mit seinem Spinnensinn von Norman u. seinen Avengers überhaupt überrascht werden?

Mitten in der Story tauchen auch die Kraken-Arme eines alten Gegners auf (oder handelt es sich doch um seine weibliche Nachfolgerin?). Keine Ahnung ob Doc Ock seit dem Brand New Day schon zu sehen gewesen ist, aber es sieht so aus als würde er (oder eben doch SIE) bald wieder eine Rolle spielen.

Mir fällt aber gerade auf dass sich sein Erscheinen mit den Hochzeitsgeprächen von JJJ Sr. und May überkreuzt. Ob da jemand eifersüchtig ist?

Das Heft ist gut zu lesen und hat so seine Momente, aber wie schon in den letzten beiden Ausgaben, bleibt auch dieses Heft hinter meinen Erwartungen zurück und es ärgert mich einfach dass manche Dinge so wirken als wären sie zu Gunsten der Story hingebogen worden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass der Webhead Wolverines Sohn einfach so besiegen kann. Ich fand es ja schon grenzwertig als er halb-blind den neuen Vulture besiegt hat, aber Daken sollte wirklich eine Nummer zu groß für ihn sein. Da hätte ich Bullseye noch am besiegbarsten Dark Avenger gesehen und grade der knockt ihn in 2 Sekunden aus.

Vielleicht bin ich pingelig, aber so was stört mich eben immer ungemein!

4/5

15
Jun
09

Authority #11

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Missing you

Wildstorm Comics

Ich habe mir unlängst den „Magnificent Kevin“ Trade durchgelesen und so wieder Lust auf die Authority bekommen. Für Neueinsteiger ist diese Heft vielleicht kein guter Jumping-On-Point doch wenn man nur ein bisschen Ahnung hat, findet man schon schnell in die Story.

Zugegeben, soviel Story gibt es eigentlich gar nicht. Apollo wird noch immer vermisst (ich mag die Eröffnungsszene in der Midnighter die „I love you“ Luftballons fliegen lässt) und ein Monster dass das die Authority nach einem Kampf zu einem Tor in eine andere Welt/Dimension o.ä. führt, bringt neue Informationen über seinen Aufenthalt.

Ich sag das jetzt mit großer Vorsicht da ich mir ja nach einem Heft von Christos Gage noch keine volle Meinung bilden kann, doch ich finde dass Ennis und Ellis die Figuren besser im Griff hatten als Gage. Ich will hier nicht behaupten dass Gage schlecht wäre, sondern nur dass alte Fans sich bei ihm vielleicht nicht mehr so zu Hause fühlen werden.

Ein nettes Heft, hat mir gefallen, aber ich glaube dass man bei der Authority noch immer besser zu den Klassikern zurückgreifen sollte.

3/5

15
Jun
09

Absolution #0

ABSOLUTION #0AbsolutionA41567_f

Part 1

Avatar Press

Ein Heft um € 1,99 und dann noch von Christos Gage geschrieben? HER DAMIT!!!

Absolution ist für mich die größte Überraschung dieser Woche und das coolste ist, dass die Geschichte auf Alltags-Erfahrungen von Gage bzw. dessen Kumpel beruht wie Gage in einem Nachwort erzählt.

Das große Thema von Absolution ist eigentlich Lynchjustiz. Es geht darum was ein traumatisierter Mensch macht wenn er all seinen Glauben in die Gerechtigkeit der Welt und in die Justiz verloren hat und beschließt selbst zum Richter und Henker zu werden.

Ich will nicht mehr erzählen weil ich nicht spoilern möchte (in Wahrheit kann man nämlich das ganze Heft in 2 Sätzen problemlos zusammenfassen) doch dieses Heft ist wirklich äußerst interssant und lesenswert.

Das Artwork von Robero Viacava geht klar, doch wäre mir Juan Jose Ryp, der hier auch 2 Seiten gestaltet, lieber gewesen. Seine detailliertes Artwork finde ich immer grandios. Viacava ist zwar auch klasse doch im Vergleich zu Ryp etwas zu „glatt“.

Ausgezeichnetes Heft mit einer spannenden Idee dahinter.

4/5

15
Jun
09

Batman and Robin #1

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Batman Reborn, Part One: Domino Effect

DC Comics

Hab’s letzte Woche nicht mehr bekommen und mich deshalb umso mehr gefreut als ich es diese Woche in der Kiste gefunden habe.

Wie schon in Battle for the Cowl usw. zu erkennen war ist Damian Wayne kein üblicher Robin Sidekick sondern mehr ein eingebildeter, vorlauter Bengel der zwar bereits über die notwendigen Fähigkeiten besitzen würde um Batman sein zu können, aber einfach noch keine Erfahrung vorweisen kann. Trotzdem sehe ich das neue dynamische Duo nicht in einem Lehrer / Schüler Verhältnis sondern mehr als Partner, da Robin schon jetzt zu enormer Selbstständigkeit neigt.

Dieses neue Verhältnis ist durchaus reizvoll und wirkt auf mich beinahe wie eine dieser „Buddy Komödien“. Nach den komplizierten Arcs wie Final Crisis und Batman RIP hätte ich Grant Morrison ein so witziges und locker zu lesendes Heft gar nicht mehr zugetraut.

Ich weiß nicht ob Pyg und der „Circus of Strange“ schon mal zusehen war, doch mir gefällt dieser Typ enorm. Pyg ist wieder einer von diesen gruseligen, irren Sadisten die Gotham City zu der Stadt machten für die sie die Leser so sehr lieben.

Auch der Plot um einen Aktenkoffer der statt Geld, Drogen oder dem üblichen Gauner Kram randvoll mit Dominosteinen gefüllt ist, regt zum weiterlesen an. Doch auch ansonsten weiß Morrison haargenau mit welchen Bildern er seine Leser bei der Stange hält

Seltsam finde ich die neue Batcave. Bei der Batman Ausgabe ist mir das gar  nicht so aufgefallen aber ist es nicht etwas unvorsichtig die Bathöhle direkt unter einem Business-Turm zu einzurichten? Es kommt zwar nirgends zur Sprache aber ich denke doch dass sich in diesem Turm ne Menge Büros und dergleichen befinden.. Mal ganz zuschweigen davon das Alfred mit dem Essen jetzt immer zig Stockwerke durchqueren muss…

Das Artwork von Frank Quitely ist gelungen und auch wenn ich eigentlich ein ausgesprochener Ink-Fan bin, kommt dieses Heft auch mit seinen spärlichen Schattierungen prächtig.

Das neue Team hat seine Feuertaufe bestanden. Gefällt mir, das Heft.

4/5




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