Archiv für 22. Juni 2009

22
Jun
09

digitalisierung der comics

Einer meiner älteren, unveröffentlichten Artikel den ich noch auf meiner Festplatte gefunden habe, der aber noch immer nichts an Aktualität verloren hat

Gestern habe ich meine ersten Gehversuche mit einem Comic Reader für Digital Comics gestartet. Nachdem ich bereites im Vorfeld schon mehrere (Gratis-) Programme ausprobiert habe, fiel meine Software Wahl letzten Endes auf den Comic Rack.

Ein passables Programm mit vielen Features die einem das digitale Comic Lesen erleichtern sollten. Das Ergebnis war dann aber dennoch zermürbend.

Schon nach dem hochfahren des Programmes und dem Laden der ersten Seite, wurde mir klar dass (m)ein durchschnittlicher PC-Bildschirm definitv nicht für die Anzeige eines Hochformat Heftes geeignet ist.

Entweder die Seiten werden nicht vollständig angezeigt, und wenn ist das Heft so weit vom Leser entfernt dass man den Text nicht lesen kann, womit das Zoom-Symbol und das Scroll-Rädchen der Maus zu Zwei besten Freunden des digitalen Comic-Lesers werden. Aber nicht nur der Comic Rack, auch die anderen Programme zeigten dieses Problem. Meist sogar noch in radikaleren Auswüchsen…

Doch auch von den Problemen der Software abgesehen, ist mein Computer für „spontanes Lesen“ völlig ungeeignet. Schon das Hochfahren meines Rechners dauert länger als das Lesen des Comics selbst, also für was sollte ich mir die Mühe machen?

Ja, eigentlich sollte mir das alles ja völlig egals sein, doch wie es aussieht zwingt mich die Comic Industrie förmlich dazu, mich in absehbarer Zeit dem neumodischen Kram zuzuwenden.

Große Verlagshäuser scheinen bereits die Revolution zu fördern und Digital Comics zu fördern und mit Diesen nach und nach die Floppies (= Einzelhefte) zu ersetzen. Besonders Marvel spielt sich hier als Vorreiter der neuen Technologie auf, während DC die Entwicklung (wie so oft) zu verschlafen scheint.

Natürlich sind Programme für den PC bzw. Laptop nur so etwas wie der erste Schritt zur Digitalisierung des Comic-Marktes. Das eigentliche Ziel der Entwicklung sollte ein Kindle ähnliches Produkt für Comics sein, das handlich ist und sich mittels I-Store ähnlichen Seiten aktualisieren lässt.

der Amazon Kindle

MEHR DIGITALISIERUNG = MEHR GEWINN

Die Vorteile die dieser „Comic-Kindle“ für die Comic Industrie haben würde, liegen auf der Hand. Die Verläge würden sich durch die Einsparung an an Papier und in der Produktion ihre Kosten erheblich senken können und hätten somit auch die Freiheit mehr „riskantere“ Serien zu veröffentlichen, ehe sie sie als Trade Paper Back drucken. Den die Trades, und da bin ich mir sicher, sind unverzichtbar und nicht tot zu kriegen.

Teilweise ist dieses Szenario ja auch schon Realität geworden. Das jüngste Beispiel wäre Warren Ellis „Freakangels Serie die sich, nachdem sie sich erfolgreich im Web behaupten konnte, nun als TPB bei Avatar Press erscheint.

Während die Trades gesichert sind, ist das mit den „riskanteren Serien“ noch Wunschdenken. Auch bei der aktuellen Preiserhöhung hat sich herausgestellt dass hier nicht – wie behauptet – die Produktionskosten gestiegen wären, sondern einfach nur Gewinnmaximierung das Motiv gewesen ist.

Warum sollte es bei der Digitalisierung anders sein?

Was bringts den Lesern?

Für die Kunden hätte die neue Technik aber ebenfalls einige Vorteile zu bieten. Die Comics wären leichter zu katalogisieren und die FanBoys & -girls hätten statt dutzenden Longboxen auch endlich mal Platz für eine richtige Einrichtungen.

Es wäre natürlich auch nett wenn der ein oder andere Verlag seine Kostenersparnis auch an die Leser weiterreichen würde, aber… naja… wo ist denn das noch der Fall?

MEINE MEINUNG

Persönlich halte ich diese Entwicklung für extremen Bullshit und sehe hier eine Lose-Lose Situation mit der sich die Comic Industrie ins eigene Fleisch schneidet und nebenbei auch noch die Fans um das Erlebnis des Sammelns bringt. Beginnen wir mal mit den Publishern:

Denn gerade aus der Sicht der Verleger würde ich diese Entwicklung vehement bekämpfen. Man denke nur einmal daran wie die Musik-Industrie seit Jahren heult weil ihr die Digitalisierung und die dazugehörigen Piraterie Umsatzeinbußen in millirdenhöhe bescherte. Marvel und Co. hatten hingegen ein praktisch unkopierbares Produkt und sollten Himmel und Hölle in Bewegung setzen damit dies auch so bleibt!

Sollten die Floppies wirklich abgeschafft werden, ist die Piraterie auch der Weg den ich beschreiten werde um mich weiterhin mit Comics zu versorgen. Ich sehe einfach nicht ein warum ich für etwas zahlen soll das ich nicht mal in der Hand halten kann.

Für mich gehört es einfach dazu die Hefte nach dem Lesen in ihre Plastikfolien zu packen. Der Geruch (besonders von den Avatar Comics ;-) ) das fühlen des Papiers,… Das ginge alles verloren.

Ganz zu schweigen von den Comic Börsen die langfristig sinnlos werden würden und wahrscheinlich, ähnlich wie Plattenbörsen, nur noch von Nostalgie Fans besucht werden. (By the Way: Ich liebe Vinyl!)

Der ganze Sammelmarkt würde ab dem Datum der Digitalisierung ad absurdum geführt werden, da es ja keine Auflage-Begrenzungen in den Comics mehr gibt. Daten sind in beliebiger Höhe kopierbar und das besorgen der selbigen nur noch eine Kostenfrage.

Doch wo bleibt da der Charme? Es gehört einfach dazu dass man sich durch unzählige Comics wühlen muss und am Ende schon taube Finger vom durchblättern bekommt. Da macht es dann um so mehr Freude wenn man endlich eine coole Nummer in den Händen hält.

Aber genau dies ist einer der Punkte warum ich überhaupt Comics sammle. Ich will jetzt nicht all zu sehr die Evolutionspsychlogie bemühen und das Jäger und Sammler Thema hervorzerren, aber es ist wirklich so dass ich (und ich bin mir sicher das es auch Anderen so geht) diese Suche nach alten Nummern genieße. Und wie bei jeder Jagd benötigt auch die nach Comics seine Trophäen, sprich das Comic selbst. Es gibt ja wirklich Leute die sich wertvolle Comics an die Wand hängen. Was sollen diese sich in Zukunft aufhängen?

Ich kann mir das gar nicht vorstellen dass ich ein mein Heft nicht mehr bei meinem Comic Händler abhole sondern auf einer Website abonniere und anschließend als Datensatz in irgendeinem Digital-Archiv ablege.

Klar, ist bequemer und man bekommt die Hefte pünktlich ohne viel machen zu müssen. Aber das ist es ja gerade!!! Das Heft verkommt zu einem reinem Konsumprodukt und all die menschlichen Kontakte dahinter verschwinden in den ewigen Weiten des World-Wide-Web.

Zum Glück ist diese Entwicklung noch weit entfernt, denn selbst wenn Marvel jetzt wirklich einen funktionierenden Kindle Prototyp auf hätte, wäre dieser (genauso wie jener von Amazon) für die Masse vorerst unleistbar.

Es bleibt also noch etwas Zeit um dem Hobby in Urform zu frönen.

22
Jun
09

Kickinger goes Conan

Der Ex Bodybuilder Roland Kickinger macht einen weiteren Schritt in Richtung Schwarzenegger Kopie. Nachdem er ihn schon in einer Biographie verkörperte und im neuen Terminator Streifen ein T-800 Modell darstellte, ist er nun für die Neuverfilmung des Conan Stoffes im Gespräch. Ähnlichkeit mit dem Barbaren hätte er ja.

Conan & Kickinger

Bin gespannt ob Kickinger dann auch irgendwann mal zur Gouverneurs Wahl antritt…

22
Jun
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Avengers Tribute Clip

Cooles Avengers Tribute mit Metallicas „Seek and Destroy“ im Hintergrund.

weiterlesen ‘Avengers Tribute Clip’




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  • War eigentlich nur wegen meines Halswehs beim Arzt und wurde gleich wegen "kommender (Schweine-)Grippe" krank geschrieben... 24 minutes ago

 

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