03
Jul
09

POWER GIRL #2

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POWER GIRL #2

Unleashing The Beast

DC Comics

Autsch! Bei diesem Heft ist aber ordentlich viel schief gegangen.

Den ersten Minus-Punkt bekommt das Heft schon mal für die nicht existente Story. Das Comic zeigt eigentlich nur wie Power Girl von Ultra-Humanite - dem Gorilla mit dem brillanten Gehirn – quer durch den Raum geprügelt wird und  sie förmlich in die Fesseln eines Operationstisches schlägt auf dem er (in der nächsten Ausgabe) ihren Schädel knacken will.

Palmiotti & Gray lassen der Titel-Heldin fast keine Chance zur Gegenwehr was den Kampf unspektakulär und langweilig wirken lässt. Warum lassen sie  Power Girl nicht wenigstens etwas agiler untergehen? Anstatt zb. zu fliegen, bleibt sie die gesamte Zeit am Boden und liefert sich mit dem riesigen Gorilla einen reinen Boxkampf.

Wenn Palmiotti & Gray die Chance haben einen fliegenden Helden zu schreiben (bzw. bei Amanda Conner zu zeichnen), sollte man dieses Potential auch ausschöpfen.

Power Girl kommt unter den Schlägen ohnehin nicht zum reden, weshalb das ganze Heft alleine Ultra Humanite gehört.

Zum Glück beschlossen Gray und Palmiotti im letzten Drittel dann doch noch zum Schluß dass eine reine PrügelStory zu langweilig wäre und lassen den Affen noch seine Origin erzählen die aber auch nicht gerade durch Überraschungen glänzt. (Ok, dass seine Assistentin unbedingt Sex mit einem Gorilla haben will kam doch unerwartet…)

Auf einer Doppelseite sieht man auch die JSA gegen diese Bioshock Roboter kämpfen während sich in Karen Starrs Firma die Panik breit macht.

Letztere Szene ist meiner Meinung nach aus mehreren Gründen katastrophal geschreiben. Z.b.  finde ich es etwas seltsam dass die Attacke mit dem Schock von 9/11 verglichen wird. Meine Güte, jede Stadt in der ein Comicheld lebt wurde schon dutzende Male von Naturkatastrophen, außerirdischen Invasoren, verrückten Wissenschaftlern und diversen Monstern heimgesucht. In Comic Universen sollte 9/11 den kleinsten Schock-Moment hervorrufen.

Auch das gerade die einzige Frau des Quartetts am panischsten wirkt und von den Männern beruhigt und zurechtgewiesen werden muss, gefällt mir nicht besonders…

Was mir aber an Power Girl weiterhin gefällt, und mich auch dranbleiben lassen wird ist das furiose Artwork von Amanda Conner (plus die Farben von Paul Mounts) Das ist derart witzig, treffend und zum Heft passend dass ich nicht mal auf die Idee kommen würde darüber zu meckern.

Vielleicht liegt es auch daran dass mich Ultra-Humanite kalt lässt, aber diese Ausgabe fand ich verdammt schwach.

2/5


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