
„World without a Superman“ ist der zweite Teil der Trilogie um Supermans Tot und Rückkehr, deren ersten Teil ich vor einigen Monaten erst besprochen habe. Ja, was soll ich dazu viel sagen. Ich fand ja schon den ersten Teil mit Supies aufgeblasenem Kampf gegen Doomsday grottenschlecht, doch diesen Teil hier fand (und finde ich) noch um einiges schlechter…
Der ganze Trade ist eine einzige Herumjammerei. Jeder Depp der mal irgendwie was mit Superman zu tun hatte, darf einmal traurig aus dem Comic rausschauen und die „hinterbliebenen“ Superhelden befürchten daran zu scheitern die Lücke die der Mann aus Stahl hinterlässt jemals schließen zu können.
Natürlich bietet der Trade auch ein paar gute Momente wie z.b. eine Zeitreise bei der einer der Helden den Tod Supermans verhindern könnte. Dass er es dann nicht macht war zwar vorhersehbar, aber ich fands gut dass auch diese Möglichkeit nicht unter den Tisch gekehrt wurde.
Besonders Lex Luthors Reaktion auf den Tod seines Rivalen gefällt mir sehr, doch der ganze Rest – und das sind immerhin über 200 Seiten – ist einfach nur höllisch langweilig zu lesen.
Supermans Körper verschwindet kurz aus dem Grab (was mich damals glauben ließ, dass das ganze in ne Jesus-Metapher abrutschen könnte), Jonathan Kent bekommt einen Herzinfarkt und Lois Lane droht beinahe in ihren Tränen zu ertrinken. Die Herzzerreissenden Momente finden kein Ende…

Diese allgemeine Trauerstimmung war natürlich Pflicht für DC und wurde natürlich allgemein erwartet, doch wäre es besser gewesen sie begleitend zu einer Story einzubauen und sich nicht 200 Seiten lang nur auf die Trauernden zu konzentrieren. Das ist – besonders in Trade Form – einfach zu viel Druck auf die Tränendrüse.
Vielleicht sollte ich aber auch hier erneut erwähnen, dass ich nie ein großer Superman Fan gewesen bin und mir deshalb vielleicht die sentimentale Verbundenheit zu diesem Charakter fehlt. Auch all die Nebencharaktere wie der Gangbuster, Bibbowski, Project Cadmus und der Guardian und besonders diese Underworld Typen aus der Kanalisation sind völlig uninteressant für mich.
Dieser Trade ist wirklich nur was für Leute die diesen „legendären“ Event unbedingt zu Hause haben müssen oder einfach auf Trauer, Begräbnisse und tränenreiche Abschiede stehen. Ich hab mich hier leider durchgehend gelangweilt.
1/5
SUPERMAN: A WORLD WITHOUT A SUPERMAN
DC COMICS, 1993
enthält den Funeral for a Friend Crossover-Arc (Action Comics 685+686 ; Adventures of Superman #498-500, Superman #76+77, Superman: Man of Steel #20+21, Superman: The Legacy of Superman)
| Mitarbeiter | |
| Texter | Jerry Ordway, Roger Stern, Louise Simonson, Karl Kesel, Dan Jurgens |
| Zeichner | Tom Grummett, Walter „Walt“ Simonson, Jon Bogdanove, Dan Jurgens, Jackson ‘Butch’ Guice |
| Tuschzeichner (Inker) | Denis Rodier, Dennis Janke, Brett Breeding, Trevor Scott, Doug Hazlewood, Walter „Walt“ Simonson |
| Kolorierung (Colorist) | Glenn Whitmore, Reuben Rude |
| Schrift (Lettering) | John Costanza, Bill Oakley, Albert DeGuzman, John E. Workman Jr. |
| Titelbild-Vorzeichner (Penciler) | Tom Grummett |
| Titelbild-Tuschzeichner (Inker) | Doug Hazlewood |
| Publisher | Paul Levitz |
| Editor in Chief | Dan DiDio |
| Editor | Michael Carlin |
| Asst. Editor | Jennifer Frank |
| Weitere Einzelheiten | |
| Reihe | Superman |
| Genre | Action, Drama, Ressurection, Super-Heroes |
| ISBN | 1563891182 |
| Altersangabe | Modern |
| Farbe | Color |
| Listenpreis | 17,99 € |
| Seitenanzahl | 238 |
| Land | USA |
| Sprache | English |
Hi.
Bin mal gespannt wie du den dritten Teil Superman´s Rückkehr dann bewertet hast.
Wirst du den denn auch reviewen?
Gruss Torsten
Ja, klar.. Sollte irgendwann im Dezember online gehen.